Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 3/4 (25. September/Dezember 1908)
- Date
- 1908-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
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Die rabbinischen Berichte über die Entstehung der Septuaginta. 113 wurden1). Und die Akademie zu Jabneh, die Erbin und Fortsetzerin des grossen Beth-Din2), bestand ebenfalls aus 72 Mitgliedern 3).‘ Dass das grosse Beth-Din in der ersten Hälfte .des II. Jahrhunderts ante existiert hat, dafür haben wir in der Mischnah- Hagigah II 2 eine sehr alte Tradition4). Rechnet man nämlich *} Vgl. Raschi Horajoth 4*>, Tossafoth Synhed. 16b v. חד«; vgl. auch Steinschneider in ZDMG. IV 8. 14; Büchler, Synhedrion, Note 107. — Dag gilt aber nur vom Synhedrion und dem grossen Beth-Din, wo der Präsident einmal für Lebensdauer gewühlt wurde, nicht aber auch von einem kleinen, 23 gliedrigen Synhedrion, wo jedesmal der Hervorragendste den Vorsitz übernahm. Dieser מוםלא gehörte mit in die Zahl 23, und Hoffmann in Berliners Magazin, X S. 66 f., hat nicht recht, wenn er das Gegenteil behauptet. Hoffmann beruft sich dabei auf Tossafoth Synhedrion 16*», und so hat auch Reifmann,;הבנהדרי S. 12, Tossafoth verstanden. Das ist aber durchaus nicht richtig, denn wer die Stelle genau ansieht, findet, dass Tossafoth bloss von einem grossen Synhedrion sagt, der Mulla war nicht מ; המנון. Das zeigt der Wechsel im Ausdruck (שו*טים־בנהדדץ), besonders aber < der Hinweis auf Horajoth 4*>, wo nur vom grossen Beth-Din die Rede ist. Das wird aber in Tossafoth Sukkah 51 *> und Synhed. 3*> ausdrücklich gesagt: וכן בכר סנהדרי גדורה היה שם םו8לא שבבית די; שלא היה סן החשבון. Hat nun Hoffmann nicht einmal eine spätere Autorität für sich, so hat er eine Anzahl tannattischer und talmudisclier Stellen gegen sich. 1. Synhed. I, 1: וכםד. יהא בעיר ותהא ראויה לסנהדרין מאד. ועשרים ד' גחםיה אוסר מאתים ושישים כגגד שדי עשרות, also jeder der 23 Mitglieder eines kleinen Synhcdrions soll ein ״Fürst über 10“ sein, in der Stadt wohnen aber nur 230 Personen, woher 8011 der Mufla kommen? 2. Die Zahl 120 wird im Babli ibid. 17*» wie folgt begründet: עשרים ושרשה כנגד בנדרי• י קם;ה ושרש שורות שר כ׳ג הרי תשעים ותרתי ועשרה במלנין שר ביר. דכנבת דרי ם»ה ותרי ושני כוכ-ים ושני חזניב ושני בערי דינין ושני עדים ושני זוסםי; ושני זומבי זוממי; דדי מאה וא־בבד . . . וקו8ה שר צדקה נגבית בב' ומתחלקת בג׳ רו#א אומן וריבלר ומלמד תינוקות. In dieser detaillierten Rechnung ist kein Platz für einen Mufla. 3. Toseftha Synhed. VII 1 (llabli 37») «;« בית די; שבלשכת דגזית ער )י שהוא שר שבעים ואחד אין םחות מעשרים ושרשה נצרך אחד מהם לצאת רואה אם •ש יוצא ואם לאו לא •צא (Babli: שם עש-יב ושרשה (כנגד פנהדרי קמנה. Wo ist der מו#־א? Warum sollen nicht 24 vorhanden seiu müssen? Zum Überfluss sei doch auf Raachi Synhed. 37» v. ושרש und Mainionides. Synhedrin I 3, verwiesen. Raschi: וראו אורח ארעא לעשות שורות לתלמידים שי כ*ד שתהא מרובה משל דיינים Maimonides: וכמה ידיח• מנינם (של סנהדרי קטנה) כ״ג דינים והגדוד בחכמה שבכולם ראש עליהן. Vgl. noch Derenbourg, La Palestine, S. 91. *) Vgl. Schürer, Geschichte *, I S. 657), II S. 202; Chajes in R. E. J. XLV S. 40; Büchler, Synhedrion Note 42. *) Vgl. Zebahim I 3; Jadajim III 6. IV 2. *) Vgl. Hoffmann, Die erste Mischna, 8. 34 f.; Baneth in Berliners Magazin, IX S. 28. Die Geschichtlichkeit dieser Miscbnah s. bei Büchler, Synhedrion, S. 153 ff.