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Haḳedem · 1908-09-25 · 3/4 (25. September/Dezember 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
3/4 (25. September/Dezember 1908)
Date
1908-09-25
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German, Hebrew
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Die rabbinischen Berichte Aber die Entstehung der Septuaginta. 107 altör Zeit die Änderungen veranlasst haben mochten 1). Oder gibt es etwa einen auch nur einigermassen plausiblen 6rund für die Änderung בראו statt בראם, oder gar für נקיביו statt נקבה? und wieviele Versuche sind schon nicht gemacht worden, um die Änderung Gen. 1,1 zu erklären? Es mag paradox klingen, ist es aber durchaus nicht: Gerade der Umstand, dass die Motive für mauche Änderung nicht zu erkennen sind, spricht für die Tatsächlichkeit der Änderungen, weil dadurch dem Bestreben, die Angaben Uber die Änderungen als Missverständnis oder gar, wie manche wollen2), Erdichtung zu betrachten, jede Handhabe entzogen ist. 2. ולא בחבי בראם ist tatsächlich eine Glosse. Die Worte fehlen in allen Handschriften, Jalkut Gen. § 3, Agadoth ha- Talmud und En-Jakob, und sie sind in die edd. aus Raschi eingedrungen5). Frankel hat also hier richtig empfunden, nur hätte er sich auch sagen können, dass diese Glosse erst in den Text des Babli hineingekommen, wofür aber dieser nicht verantwörtlich gemacht werden darf. 3. Zunächst ist es fraglich, ob die Angabe ״Mutter“ statt ״Vater“4) wirklich nur aus Unkunde zu erklären ist. Für die Hauptsache, dass das Wort Xaywöj aus Rücksicht auf des Königs Geschlecht der Lagiden vermieden werden sollte, ist es ja ganz gleichgültig, wer von den Ahnen des Königs 7>01ץwo; geheissen. Da mochte man sich der Sprache zuliebe, da sowohl ארנבה wie sein griechisches Äquivalent Xaywo? Feminina sind, die in unserem Falle ganz irrelevante Ungeuauigkeit, Mutter statt Vater zu nennen, bewusst haben zuschulden kommen lassen. Doch sei dem wie es wolle, die Behauptuug, dass der babylonische Talmud, indem er die Frau des Königs ארנבה nennt, ״noch mehr verdarb“, ist verfehlt. Der Bericht im Babli denkt an Ptolemäus II, den auch Aristeas, Philo. Josephus und die meisten Kirchenväter als den Urheber der Übersetzung nennen. Und da stimmt die Angabe, dass die Frau des Talmai ארנבה geheissen, i. e. aus dem Geschlechte der Lagiden war, ganz genau mit den tatsächlichen Verhältnissen in der Familie ') Vgl. Vorstudien S. 30. *) Vgl. Herzfeld, Geschichte III 648. *) Vgl. weiter unten. 4) Oder Grossvntor, je uachdeiu Ptol. I oder II gemeint ist.

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