Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 86)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Ein Wort Herrn J. Halövy r Im April-Hefte der ״Revue Sdmitique“ (p. 260—261) hat mein Kritiker1) J. Haldvy seine ״Kanonenschüsse“ von zwei Fronten zugleich gegen mich abgefeuert Als alter und kampflustige^ «* *JM der Antisumeristen verführt mein Kritiker auch diesmal, wie in seinen früheren Feldzügen, strategisch-künstlerisch, d. h. gerade dort, wo er schonungslos feuert und den Gegner — um mit den babylonisch-assyrischen Kriegsberichterstattern zu reden — ״zu Stanb der Erde“ machen will, hebt er seine Sympathie und Achtung zum Gegner als Kriegs-Kasus nachdrücklich hervor: ״Parce que nous l’estimons, nous lui crions: Mesnre et prudence!“ (Ja, ״Mesure et prudence“ verliert mitunter derjenige, welcher es nicht an die richtige Adresse absendet!) Wio bedauernswert ist nun der Feldherr, der im Namen der Liebe und Achtung zum ihn zu ״Staub der Erde“ machen will! Noch mehr bedauernswert ist Fachkritiker, welcher, wie einst Samson mit dem Eeels-Kinnbacken tausend Philistäer schlagen wollte, mit inhaltslosen Worten wie ״Kompilation“, ״Vulgarisation“, ״Chasiddisme Wincklerien“ u. dgl. einen Autor oder eine ganze Schule zu schlagen glaubt! Ein Fachkritiker muss vor allem ernst, d. h. in der Kritiksprache: vorurteilsfrei sein. Dem Kritiker, welcher sich zu diesem Ernst nicht erheben kann, ist die Wissenschaft überhaupt nur eine Geschmacksache, ihm ist das Wort eigen:׳ Cela n’est pas 4 na fantaisie. So hat auch mein Kritiker meine Abhandlungen über die kanaanäischen Monatsnamen "mit den Worten ״das ist nicht nach meinem Gesohmacke* besprochen — und gegen eine solche ״Geschmackkritik* lässt sich sachlich ’) nichts erwidern. Als ״moderner Kabbalist der Wincklerischen ‘) Die kurze Besprechung bezieht sich auf meinen Aufsatz ״Sachliche und sprachliche Aufschlüsse zum Gilgamei-Epos“ im ״Hakedem* 1, 131 ff. und meine Abhandlung über die kanaanäischen Monatsnamen. *) Nur gegen zwei sachliche Einwände möchte ich hier erwidern. In Esau habe ich ein Prototyp Ea-Bani's gefunden (vgl. meinen Aufsatz Sachliche und sprachliche Aufschlüsse zum Gilgamei-Epos, Hakedem I, p. 131), wogegen Haldvy sagt: me איש signific ״homme des ehamps,