Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 52)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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48 S&mael Krause. Sitte der Chaldäerinnen, wie^sie Layard (Niniveh und seine Überreste, deutsche Übers., Lpz. 1850, S. 107) beschreibt: ״Während wir diese Gegenstände besprachen, verliessen die Frauenzimmer das Gemach, und ich bemerkte kurz darauf, dass sie in einem Garten in fliessendem Wasser ihre gewöhnlichen Waschungen vornahipen. Ohne Rückhalt hatten sie sich aller Kleider entblösst und das Haar aufgelöst, welches über die Schultern herabhing. Einige standen im Wässerchen und gossen volle Schalen mit Wasser über die anderen . . . Eine Stunde brachten sie so zu, ohne dass die Männer sich um sie kümmerten, und sich um deren Gegenwart 80 wenig kümmernd, als ob sie an einem weit von menschlichen Wohnungen gelegenen ein• samen Ort badeten.“ Vgl. ib. S. 118 u. 191, wie dieses Verhalten den Muselmännern unbegreiflich war, während es die Chaldäer gar nicht begriffen, dass dies unschicklich sei. Ganz ähnlich dürfte es mit den J üdinnen gewesen sein, bis die Römer kamen und ihnen dieses freie Baden unmöglich machten, ln Beth-ha-Midras II, 9 ist das bereits Sünde der Ägypter, u. z. hätten sie, unpassend, die Männer am Tauchbade gehindert (שהיו מוגעים בגי ישראל לעשות טבילה). Vgl. REJ 55,309. — Der religiöse Charakter des Reinigkeitsbades geht besonders hervor aus der dabei zu sprechenden Benediktion, die erwähnt ist in b. Berach. öla u. b. Pesach. 7 h JBarajtha. S. 10. Zu den Badevorrichtungen im Tempelbezirk zu Jerusalem kommt jetzt noch der Salomonsteich in einem uichtkanonischen Evangelienfragment, 8. A. Büchler JQR 20, 330—346; Schürer in Theol. Literaturz. 1908, Sp. 170—172, E. Preuschen in ZNTW 1908, I. Heft. Es wurde hierbei nicht bemerkt, dass der Pilger von Bordeaux zwei grosse Teiche dem Tempel vorgelagert sein lässt, deren Bau er dem Salomon zuschreibt. Ein Teich auf dem Tempelberge konnte nach demselben Ideengang dem Salomon zugeschrieben werden. S. 12. Jüngst ist erschienen: C. Mommert, Der Teich Bethesda zu Jerusalem, Lpz 1907. Auf S. 35 werden mitgeteilt die Worte des Cyrillus vön Jerusalem (Homil. c. 2), wonach der Schafteich fünf Hallen hatte, von denen vier ringsherum liefen, die fünfte aber, in welcher die Kranken alle lagen, mitten durch den Teich ging. Zur Lage des Teiches 8. auch ZDPV 29,193—195 und 30,212—213.