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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 50)
Language
German, Hebrew
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46 Samuel Kraus«. Z weitzebent - Geld auch Badem&rken kaufen dürfe (T. Maas. Öeni 1,4). Die ״Annehmlichkeiten der Menschenkinder‘‘ in König Salomon8 Muhde (Kobel. 2,8) sind die Warmbäder י). Dagegen das Klagewort״ .׳Ich muss das Gute vergessen“ (Threni 3,17) bedeutet den Verlust der Bäder im Exil (b. Sabb. 25 b, Thr. R. z. St.). Der Name שגער wurde auf das Entblösstsein des Landes Babylon von Bädern gedeutet (8. oben S. 34). Wenn sich die Frau durch ein Gelübde des Warmbades begibt, ist es eine Askese, die der Mann ohne weiteres auf hebt (M. Nedar 11,1), denn darunter würde auch ihre Schönheit leiden (b. ib. 80a). Das Leben von Hirten und Wüstenbewohnern ist darum kein Leben, weil ihnen das Warmbad fehlt (b. Erub. 55b). Genuss ist das Bad allenfalls auch, wenn es den Körper nur äusserlich berührt, gleichwie Salben und Cohabitation (b. Berach. 67 b). Vom herrenlosen Gut baut der König Bäder für die Armen (Exod. R. 31,1), vgl. die Wohltat, die Jakob nach der Aggada mit der Stadt Sichern übt (8. oben)2). Das Bad ist nicht nur zur Kurzweil da; wenn Hillel der 1Alte baden ging, 80 sagte er: ״Ich will eine Pflicht erfüllen (Lev. R. 34,4). Man tadelte eben die Römer, dass sie ihre Bäder nur zur sinnlichen Lust erbaut hätten (b. Sabb. 33b)3). Den Juden galt die ״Bewahrung“ des Körpers als religiöse Pflicht, und dazu diente vornehmlich das Warmbad; R. Gamliel, der schwächlieh war, badete selbst in seiner Trauerzeit (M. Berach. 2,7 8. oben). R. Chanina schrieb sein hohes Alter dem Warmbad und den Salben zu (b Chull. 24b). Diese hohe Wertschätzung des Warmbades bliebe einseitig, wenn wir nicht noch eine Seite des jüdischen Verhaltens erwähnen würden: Trotz aller Liebe zu dem Bade galt das Badehaus für einen Ort des Schmutzes, der mit dem Abtritt auf gleicher Stufe steht, und ist daher jedes Thoragespräch im Bade ') b. Gitt 68 a, Midr. Tehillim zu 78,12. Das Targum z. 8t (p. 181 ed. Lagarde) phantastisch, unter anderem: pa» ותטנוק* כני אנשא זדיססיא ובי .פרזבין ושדק ם•» »1רי ופדזכין ושרי! ם<א חפים, י) Römische Verhältnisse spiegeln sich darin, dass der neue König Bäder und Wasserleitungen baut (Lev. R. 26,1), oder der Tadel, dass br nicht einmal Bäder gebaut hat (Gen. R. 1,12, 8. Preuss S. 21). In Rom sollen 8000 Bäder gewesen sein (Ulla um 300 post, b. Meg. 6b): gar nicht zu hoch gegriffen. ") Vgl. dazu Graetz, Gesch., IV, 3 Auf!., S. 191.

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