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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 49)
Language
German, Hebrew
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Bad und Badewesen im Talmnd. 45 dem Bade das Haar geordnet wurde. Ausser dem Herausreissen (פספס b. Sabb. 50b, b. Nazir 42&=decapillare) konnte das Ordnen nur in dem Einreiben (1(חפף) besteben, und zwar rieb man den Kopf mit תלתן=foenum graecum (T. Maas. Sein 2,1 p. 88 Z. 3, wo Z. 7 ו־ייה# das Weichen, in j. Maas. S. f. 53c Z. 23 corr. 2 *(שליה) mit Natron und Sand (b. Nidda 66b), auch mit Urin (T.B. Mezia 11,32 p. 397 Z. 22 f.: ״Wer in ein Bad gebt, darf sich das kalte Wasser wärmen und das warme Wasser kühlen; er darf seinen Kopf mit Natron und Urin reiben, obgleich er den Nachfolgenden eine Unannehmlichkeit macht" usw. und endlich mit 01 (b. Kethub. 17b). Als hervorragender Fall, dass man es am Rüsttage des Sabbat (nach dem Baden oder doch nach dem Waschen, s. oben) tat, sei auf Hillel verwiesen (b. Sabb. 31 a). Dann folgte das Kämmen (סרק), was aber bereits in ein anderes Gebiet gehört8). Nach beendigtem Bade trank man, wenigstens gilt das von den Römern, ein Glas Wein, ein Trunk, der den speziellen Namen ריפלופוטירין führt4 * * *). So wurde auch Rabbi beim Verlassen des Bades von seinem Sklaven ein Becher Wein (כסא) kredenzt (Kohel. R. zu 5,11). Dieser Trunk kann auch von üblen Folgen sein8). Schwächer war jedenfalls der ן#1׳<»׳««0) אלו־נסיח), ein Getränk aus altem Wein, klarem Wasser und Bal8am (b. Sabb. 140a). VII. Wertschätzung des Badens. Wie unentbehrlich den alten Juden das heisse Bad schien, illustrieren am besten die Kämpfe um dessen Zulässigkeit am Sabbat (s. oben). Manche gestatten den Leidtragenden das Baden, weil es gleichen Charakters sei mit Essen und Trinken (j. Berach. I f. 5b. Z.42). Den gleichen Gedanken birgt der Satz, dass man für l) Zu 8 חפף. Levy 2,94, Kohut 3,462; Rosenzwoig aaO. S. 83. ף Vgl. T. Terum 10,4 p. 42 Z. 24 חפת re8p. חפד au8_ חפף abzuleiten. ’) Einer rieb sich den Kopf ein mit 400 Schlauch Wasser! b. Sanh. 95 a unten. Vgl. ib. 97 a u. 111 a. — b. Sabb. 33 b רבשדיח tvh אריך viell. — frottieren. 4) Gen. R. 10,7, j. Pesach. 10 fol. 37 0 Z. 10 (Parallelstellen 8. in Lehnw. 2,210, wozu noch die Leseart פייר» פוטרין, d. i. 'פיי^, פ tpidlq? Machzor Vitry p. 334). Vgl. vas potorium bei Becker-Göll, Gallus III, 160. ') b. Sabb. 140 a. R. Josefs Fall Preuss S. 18. b. Berach 42 b, j. Berach. f. 10 c.

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