Mannheim
Compact Memory

Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 47)
Language
German, Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/4869944-6026861-6026923--0492-4870447
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bad and Badewesen im Talmud. 43 schabt (מתגרד , גרד, defricare). Man benützt dazö ein Schabeisen (strigilis, gr. orAeyyic, hebr. מגרדת, aram. מגרהתא), weiches wol Eigentum des Olearius war, aber^von den Badegästen frei be* nützt wurde; zu diesem Zwecke hing es auf einem Pflockring 1 (תלוי) •). Vereinzelt kommt auch ״Reiben“ (ספרכין T. Sabb. 3,18 p. 114Z. 20) vor, wohl unser ״Frottieren“. Eine andere Handlung, ״sich abmüden“ (מתעמל), bedeutet wohl die Gymnastik, die von den Römern noch vor dem Bade in der damit verbundenen Palaes(ra geübt wurde; nach R. Chananels Erklärung: ״Man beugt und streckt die Arme nach vorn und hinten, ebenso die Beine auf den Hüften, so dass man warm wird und in Schweiss kommt“ (M.Sabb. 22,6). Wer zuerst geschwitzt hat, geht zuerst aus dem Bade heraus, um den andern Platz zu machen (Lev. R. 14,9); wer bereits den Mantel (טלית) angelegt hat und noch immer an der Schwitzstelle steht, begeht einen Raub an der Allgemeinheit [indem auf andere ' weniger Schwitzluft kommt]2). Mittels einer Wage glaubte man feststellen zu können, dass man trotz des Schweiss Verlustes au Körpergewicht nicht abgenommen habe (Genes. R. 4,4), was darauf zurückzufUhren ist, dass man, wie gezeigt wurde, im Bade heisses Wasser trank. Zum Abtrocknen nach dem Bade diente ein Handtuch (מפה Derfech E R. c. 10); nach dem Begriff zu urteilen, wohl auch Schwamm (3(ספיג, Decktücher (מטפחות M. Kilaim 9,3), besonders aber, nach römischen Muster, Leintücher (ן=אלוגטיות»»$«* M.Sabb. 22,6 und sonst sehr häufig, 8. Lehnw. 2,61 f.), die man entweder mitbrachte oder mitbringen Hess, die man aber auch wohl den bereits erwähnten Wandschränken entnahm. Für Frauen war noch eine Badekapuze (סכגיתא) in Verwendung4), aber auch für *) T. Kelim b. mez. 2,12 p. 580 Z. 30!אויירי Sr מגרדת .1) תלוי מגררות), M. Kel. 12,6. Eine מגררד aas Silber za sabbatliohem Gebrauch b. Sabb. 147 b. In T. Kelim ib. ferner ה«ות שד מתנות ־שי בעיי הבתים העשויה בכיםה שעבדים מתגרדים בה ... ’) Derech E. ft. 0. 10, Preuss S. 17. *) Das häufige גםתםג (M. Para 3,8 ירד ומכל ועלה ונסתסג, T. Zabim 1,9 p. 677 Z. 11), das nom. act. ס»וג (s. B. M. Zabim 1,4. b, T. 1,10. 12. 13) gebt doch nur auf 0םוג Schwamm zurück, s. Lehnw. 2,406. Vgl. ס^ג der Badediener, der wohl beim Abtrocknen behilflich war. ס8וגים של עמר b. Sabb. 129 b. b. A. Zara 18 a. ם»וג mit einem Ledergriff M. Sabb. 21,3. 4) b. Sabb. 147 b *סכגית, u. z. mit zwei Spitzen versehen. Gewiss von PD, wovon סכנת Pflegerin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.