Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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42 Samuel Krause. xauch ein mit Salz gemengtes Ol1). Aber es wird ausdrücklich erklärt, dass die natürliche Salbe (סיכה) nur Öl sei, nicht etwa Wein und Essig (T. Sebiith 6,8 p. 69 Z. 19 u. T. Maas. Seni 2,3), ' dennoch aber badete man besonders kleine Kinder auch in Wein2), vielleicht auch in Milch3), und bekannt ist die Anschaung der Römerinnen, dass ein Bad in Eselsmilch am besten die Schönheit des Körpers konserviert. Bei allen diesen Manipulationen im Bade wird der Olearius (8. oben) hülfreich beigesprungen sein. Neben der Methode" des Einreibens war es auch, vielleicht nur bei Kranken und Schwächlichen, in Übung, öl auf eine Marmorplatte zu giessen oder auf eine lederne Unterlage zu geben, um sich dann darauf herumzuwälzen (סתעגל) und so das Öl auf sich wirken zu lassen4). Man sagte wegwerfend םשת3ר ״sich zerbrechen“, nämlich auf den harten Fliesen, von dieser Methode, und ein Lehrer nennt den, der es tut, einen Genossen des Esels (Derech Erez R. c. 10). Ein Hauptmoment in dem Öleinreiben ist die Massage des Leibes (משמש בגי טעים M. Sabb. 22,6, vgl. פשפש T.Terum. 10,11 p.43 Z. 15), wohl wegen Beförderung des Stuhles geübt (b. Berach. 62 a)s). Am Schlüsse der Behandlung wird das Öl zusammen mit Hautschmutz und Schweiss abgezutreten, aber ein anderer Vornehmer, der als weise gekleideter Jüngling bezeichnet wird, verrät ihn doch (Nnm. R. 13,5). Auch ein Hegemon, d. i. wohl der römische Statthalter von Jerusalem, geht ins Bad, u. z. infolge seiner freudigen Stimmung (Ab. R. Nathan, Version lc. 6 p. 32). *) b. Sabb. 66 b, s. oben. *) T. Sabb. 12,13 p. 127 Z. 21. T. Terum. 9,16 p. 42 Z. 13. Graetz wollte ־|rc in Kohel 2,3 auf Einreiben mit Öl deuten, 8. jedoch Zapletal Das Buch Koheleth, Freiburg 1905, 8. 111. *) s. Spitzer aaO. S. 16. 4) שיש hv טבלא T. Sabb. 16,14 p. 136 Z. 27, T. Demai 1,19 p. 46 Z. 16, T. Sebiith 6,9 p. 69 Z. 23, T. Terum 10,10 p. 43 Z. 18 (hier interessante Darstellung, wie der Priester mit dem heiligen öl umingehen hat; auch das Detail, dass er von seinem Neffen ״gewälzt“ wird, — קטבוליא xavaßol^ (s. Lehnw. 2, 623) j. Sebiith 8,8 f. 38 b Z. 66, T. Sabb. 3,17 p. 114 Z. 19. In T. Sabb. 16,14 Begründung, warum am 8abbat verboten: סבץ ואין per >6י ואץ פדיתין את הקרקע ביום טוב ואץ שריך יופר בשנת pneu; vgL b. Sabb. 40 b. *) Preuss S. 16 unten sagt hierbei, er habe in gr. n. röm. Archäologien nicht gefunden, wie es mit den Aborteinrichtungen in den Badeanstalten bestellt war; s. dagegen die Lage der Latrina in einem pompejanischen Bade in Gallus III, 112 et passim; Overbeck, Pompeji S. 201, 283, 234 in allen drei pomp. Thermen.