Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
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Bad und Badewesen im Talmud. 41 wird es gewärmt, indem man es zum Feuer (אשוגא ,מדורה) hält; am einfachsten ist es aber im Bade, den Ölkrug in die heisse Badewanne zu geben, und das ist auch am Sabbat in der Weise erlaubt, dass man vorerst aus der Badewanne in ein zweites Geschirr Wasser gibt und in diesem den Oikrug wärmt1). Man 8011 das öl nicht in einem Glasgefässe mitbringen, weil es leicht zerbricht und den Badenden Gefahr bringen kann; aus demselben Grunde 8011 man nicht auf den Fussboden speien, denn die Leute könnten auf dem Estrich ausgleiten (Derech Erez R. c. 10). Manche sahen von einem ölgefäss überhaupt ab undlbrachten das Öl vonzuHauseherindem Kopfhaar mit2). Auch im Bade empfing der Kopf die Salbung in erster Reihe, dann Glied für Glied3). Man beschränkte sich hierbei keineswegs auf Öl allein, wir hatten schon den Ölwein im Bade; ferner verwendete man allerlei Seifen und Pomaden, nicht zuletzt wohlriechende Kräuter(D'DBQ)4), ') b. Sabb. 40 b Bar. פך שי שפן wärmt man נגד הסדורה:. Ib. der Fall Rabbis: סול ב:ר< שני. Derselbe Vorgang in einem konkreten Falle auch j. Sabb. 3,4 f. 6 a Z. 62 סהו סיתן *לוחיתא גו עגרתא? א״ל הגא גו נמלא ה» נעשית :כלי שני. Dieses עגלתא kann nicht Untersats sein (Preuss S. 16) wegen גו, auch muss es dem אסכסי in b. entsprechen, sondern es ist ein fernerer Name (neben אגנא usw.) für Badewanne, etwa das labrum der Römer, wegen seiner runden Gestalt. In der ähnlichen Stelle j. Sebiith 8,1 f. 38 a Z. 27 entspricht אשונא dem סדורה des b.. nur ist es im Badehause nicht häusliches Feuer, sondern das Feuer im Hypokaustum, u. darum wird der Heizer Zosimos (8. oben S. 46) ib. erwähnt. ’) T. Sabb. 16,16 p 136 Z. 1, Methode am Sabbat, aber verboten. Vgl. 0סך סבחוץ ונ:נ er salbt sich draussen und geht dann erst ins Bad, j. Sebiith 8,1 f. 38 a Z. 29. *) Vgl. die soeben angeführte Stelle der T. und Details in b. Sabb. 80 b אנדיפי und אבר אבר. b. Sabb. 61 a סך ראשו תחלה, vgl. Derech Erez R. c. 10. Den Fuss salben, eine bekannte orientalische Sitte, gibt es mehrere Methoden, 8. j. Sabb. 6,1 f. 8 a Z. 34, b. Sabb. 141 b. Füsse und Hände salbte man mit שסן b. Sabb. 66 b, wo viele Details besonders für Behandlung der Kinder, pp 8 סיכה. auch M. Kelim 2,2, T. Kelim b. kama 2,2, b. Chull. 64 b. 4) T. Sebiith 6,13 p. 69 Z. 23; vgl. überhaupt Goldmann MGWJ. 61,132: שסן סוב ,שסן ערב usw. Mit Spezereien: M. Demai 1,3, T. Sebiith 6,8 p 69. Die Salbe po:eo und פולייסק s. Lehnw. (MGWJ 61,133). Aus M. Sebiith 8,11 ersieht man, dass man dem Vornehmen zuliebe das Bad noch mehr zu verfeinern suchte; סתתשב der Agg. lautet im Maim. :כסתהש (s. auch mst כפתור ed. Luncz 0. 47 p. 642), jerui. z. St. (fol. 38b unten) hat auch den Ausdruck אדס של כורה. Der Sohn eines Stadtrates (פוליסוסנון s. Lehnw. 2,426) stiehlt im Bade; der Bademeister getraut sich nicht gegen ihn auf•