Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Bad und Badewesen im Talmud. 3?. r der Krankheit heilt, der Schweiss des Bades — ihm ist nichts vergleichbar >).“ Der Zweck des Badens war, besonders kalt, oft freilich ein gegenteiliger, nämlich das AbkUhlen (2(להכןר). Ausserdem badete man, wie natürlich, zu Heilzwecken, zu allermeist jedoch zu blossem Vergnügen (2(רחיצה של חעגוג). Ein Trauernder (אבל) darf nicht baden; R. öamliel, der gleich in der Nacht nach dem Tode seiner Frau badete, begründete das damit, dass er kränklich sei (אסטנים ao&iviji M. Berach 2,7). Auf jedes Heisswasser- oder Heissluftbad folgte eine Begiessung (Verb השחטף ,שטף) mit kaltem oder warmem Wasser4). Ein tannaitischer Text, der mehrere Gesundheitsregeln tradiert, lehrt: ״Wer in heissem Wasser badet und trinkt nicht davon, gleicht dem Ofen, der von aussen, aber nicht von innen geheizt wurde; wer warm badet und sich nicht kalt abgiesst, gleicht dem Eisen, das in Feuer, aber nicht in kaltes Wasser gebracht wurde; wer da badet und sich nicht mit Ol schmiert, gleicht dem Wasser auf dem Fasse“ (b. Sabb. 41a). Das Abgiessen geschah entweder mit der hohlen Hand (זלף), und zwar von dem Badenden selbst, oder durch eine andere Person ausgeführt5), oder durch einen *) Aboth R. Nathan, Rezension I c. 41 p. סו ed. Schechter. Mehr 8. bei Preuss aaO. S. 14. *) רהקר j. Berach. 2,7 f. 6 b Z. 49; סיקר T. Mikw. 2,10 p. 654 Z. 35; b. Beza 18 a. Die Lnst, rieb abzukühlen, herrscht natürlich nur im Sommer, b. Sabb. 100 b. Manche Bäder waren nnr im Sommer in Betrieb. *) j. Berach. 2,7 f. 6 b 46 als Baden, welches nicht שי תענוג ist, wird angeführt das des Samuel b. Abba, patsn עלו בו, also Krankheit halber. In Lev. R. 22,4 Baden wegen Hautausschlag (s. oben). Der verwundete Königssohn bekommt Pflaster auf die Wunde nnd darf sowohl kalt als warm baden Sifre Deut. § 46 p. 82 b Friedmann. *) T. Sabb. 3,4 p. 113 Z. 26, ib. der Fall des Boethos b. Zenon am Sabbat (כדי שייקר, also kalt), Bar. b. Sabb. 40a (wie oben in extenso mitgeteilt wurde); j. 3,4 f. 6a Z. 39. *) Diese Bedeutung von ן£ו folgt aus j. Sabb. 3,4 f. 6a Z. 39 f., wo erst psonee pn תני usw., dann wer in den Tiberias-Thermen badet, darf [am Sabbat] sich selbst abgiessen (ipm), aber andere dürfen ihn nicht abgiessen; R. Sim. b. Menasja sagt, auch er selbst darf sich nicht abgiessen, weil er den Dampf vermehrt und den Boden reinfegt (in T. Sabb. 16 (17),20 p. 136 Z. 9 folgt noch darauf 3!1 רוחץ בדונו ועו^הm). In Jerni. folgt nun die Brzählnng; •R. Acha b. Isaak habe mit R. Abbab. Memel gebadet ooe• בסויס בו (ein korrumpierter Name irgendeines Badeortes, leider auch in ed. Vened. so), wo er sah, dass einer sich abgoss; ib. noch ähnliche Fälle.