Mannheim
Compact Memory

Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 39)
Language
German, Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4869944-6026861-6026923--0484-4870439
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Bad and BadeweMn im Talmud. 36 von Bne-Brak (dem!Wohnorte des R. Akiba) badeten R. Akiba und R. Eleazar b. Azarja am Feiertage auf die angegebene Weise, doch war dort gelegentlich das Warmbassin mit Brettern (גסרים) bedeckt1). In den grossartigen städtischen Badehfiusern wandelte man am Sabbat auf und ab, um wenigstens den Dampf, 80 scheint die Meinung zu sein, einzuatmen, oder sich überhaupt des Anblickes des Badelebens zu erfreuen; doch fanden es die Rabbiner für nötig, dieses Vergnügen wegen der ״Sünder“ zu verbieten. Die ״Sünder“ werden (im Babli) wie folgt geschildert: Ursprünglieh war es erlaubt, in am Rüsttage des Sabbat gewärmtem Wasser zu baden; man bemerkte jedoch, dass die Bademeister (בלגין) sich erlaubten, am Sabbat zu wärmen, wobei sie Vorgaben, es vor Sabbat getan zu haben, so verbot man das Baden in warmem Wasser, gab aber das Schwitzen (זיעה) frei; nun traf es sich, dass sich Leute in warmem badeten und behaupteten, sie schwitzen bloss, so hat man auch das Schwitzen verboten, liess aber die Wasser von Tiberias [als naturwarm] frei; unter dem Vorwände jedoch, in dem Tiberiaswasser zu baden, badeten sich welche in am Feuer gebeizten Wasser, und so verbot man auch die Thermen von Tiberias und gab bloss das Baden in kaltem Wasser frei; als aber die Erfahrung zeigte, dass die Gemeinde dabei nicht bestehen könne (sehr bezeichnend!), führte man für die Tiberias-Thermen die Erlaubnis herbei, für das Schwitzen (in künstlichen Warmbädern) aber blieb es beim Verbote. — Nach dieser Darstellung handelte es sich bloss nebenbei um die Tiberias-Thermen. Nach dem Jerusalmi (Sabb. 3,4 f. 6a, ein Niederschlag davon in Misnä ib.) jedoch gruppieren sich diese Handlungen um die Tiberias-Thermen: Zuerst verstopfte (סתם) man den Kamin2) und ging hinein und badete am Sabbat; es er- ') Nach RaSi will man damit sagen, dass demzufolge sie (die Menschen? oder die pan?) nicht vom Bade erwärmt sein konnten (aber ein Schwitzen war ja doch möglich!). Wieder anders Tosafoth. S. auch L. Löw, Gesamm. Schriften 3,368 A. 1. Ich meine, da8B man damit sagen will, dass bei Bedecktsein des Warmbades ein (Tebergleiten freilich nicht bei jenen Rabbinen, sondern bei gewöhnlichen Leuten in dieses nicht zu befürchten ist. Darauf wird (nur in b., nicht in T.) mitgeteilt, dass die anderen Gelehrten (חכסים) diese Eautele nicht für notwendig erachten. *) D. i. Die Heizvorrichtung; ein Beweis zu der zweiten Auffassung ▼on קנים: in b. Man brachte am Freitag glühende Kohlen mit und übergab sie dem Badediener, b. Beza 32a. 3*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.