Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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34 Samuel Kraasa. welche Arbeiten nötig wären, und nicht im Bade, damit man sich beim Eintritt der Dunkelheit darin baden könne1). Dass man sich, tags vorher zum würdigen Empfange des Sabbat erst recht badete, ist nur natürlich und geht aus M. Sabb 1,2 (9b) hervor; partielle Reinigungen dieser Art hören wir von Hillel dem Alten (b. Sabb. 31a) und von R. Juda b. Illai (ib. 25 b), verbunden mit Kämmen des Haares und Anlegen reiner Kleider (vgl. ib. 119a u.j.Sanh. 2fol. 20a Z.12). Von R.Josua b. Levi wird erzählt, dass er, gestützt auf die Schultern des R. Chijja (8. S. 48 dieser Arbeit), in den Thermen (דיטוסין) von Tiberias am Rüsttage des Sabbat badete, da er sich jedoch erinnerte, heute ausnahmsweise seinen Enkel noch nicht die Parascha verlesen gelassen zu haben, kam er schnell wieder heraus (j. Sabb. 1,1 f. 3a Z. 30). Der Patriarch R. Juda III. und sein Qenosse befanden sich gleichfalls zum Vorsabbatbade in den Thermen von Tiberias, als sie Diokletians grausamer Befehl traf (8. oben S. 23). Für den Sabbattag selbst gilt der Satz, dass im Wasser, das am Sabbat gewärmt wurde, nicht das kleinste Qlied gewaschen werden darf (am Feiertag ist in diesem Falle nur das Baden verboten). Wie man sich zu helfen suchte, geht aus folgenden Daten hervor. Man verstopfte (2(פקק) die Einguss• und Ausgusslöcher des Bades vor Sabbat, so dass die Wärme nicht entschwinden kann, und gleich nach Ausgang des Sabbat war ein Baden möglich und gestattet2). Am Feiertage hielt man es leichter: man verstopfte die Löcher vor dem Feiertag, und am Feiertag genoss man wenigstens das Schwitzbad (סזיע), und im Vorraume war ferner ein Abguss mit kaltem Wasser gestattet4). Im Bade ') Mechiltha di R. Sim. b. Jochai ed. Hoff mann zu Exod. 20,10 p. 108 בסרחין ררוזוץ בד. סשחשבר «fa. *) Das Bad konnte man verstopfen (pps) mit einem kleinen zugerichteten (התקין) Lappen (M. Kelim 28,2 T Kel. b. bathra 6,8), mit einem ססרסוט (M. Para 6,7); mit kleinen Geräten (j. Sanh. 7,2 f. 24 b Z. 50. aber auch gleich konstruktiv im Bane mit Kalk, Gips and Lehm (T. ilikw. 4,7). *) T. Sabb. 3(4),3 p. 113 Z. 20 סתם, Bar. b. Sabb. 40a ppe. Za נקבים hat hier RaSi ansser seiner eigenen Erklärung (dass es die Wasserlöcber sind) noch die andere, dass es die Heizlöcher sind (8. w. unten). *) T. u. b. ib. In b. 1י1צא וסשתסן! בבית החיצון, in T. fehlt 8) בית התצון. oben S. 34), was wohl in יוצא bereits eingeschlossen sein soll, dafür aber בצונן (was in b. wiederum bereits im Begriffe השתטף steckt); übrigens steht היבתטף nur in älteren T-Agg.