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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German, Hebrew
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Die rabbinischen Berichte über die Entstehung der Septuaginta. 27 so kann er nur an von den Übersetzern selbst herrührende Abweichungen denken, was aus der letzteren Stelle deutlich zu ersehen ist. Indes möchte ich nicht das Zeugnis des Aristeas als ein absolut sicheres bezeichnen. Die erste Stelle schliesst andere Auffassungen1) nicht aus, und die zweite kann auch bloss eine Nachahmung von Deut. 4, 2; 13, 1 sein* *). Auch Soferim und C^EC, deren Aussagen ein, wenn auch ganz geringer, Grad von Undurchsichtigkeit anhaftet, kann man fallen lassen, es bleiben dann noch immer vier Zeugnisse von hervorstechender Deutlichkeit. Und doch sind diese Zeugnisse, die zum Teil in alten bekannten Quellen stehen, gänzlich unbeachtet geblieben, zwar zum Teil von manchem gesehen3), aber auch übersehen worden. V (Fortsetzung folgt). S. 117; Sueemibl, Geschichte der griechischen Literatur in der Alexandriner- *eit, II S. 606 Note 10; Schürer, Geschichte*, III S. 468ff.; Friedländer. Die religiösen Bewegungen innerhalb des Judentums im Zeitalter Jesu, Berlin 1905, S. 238, 241. — Hamburger, Real-Enzyklopädie II, leistet sich natürlich auch hier etwas Groteskes. Auf S. 1013 ist der Aristeasbrief im Anfänge des II. Jahrhunderts verfasst worden, auf S. 1235 ist aber die Septuaginta unter Philometor (181—145) entstanden. Also Aristeas älter als die Septuaginta!! Für eine sehr frühe Ansetzung des Aristeasbriefes kanu noch der Umstand geltend gemacht werden, dass im Brief der Beiname Ptol. II, Philadelphus, nicht vorkommt, wie des Königs zeitgenössische Schriftsteller und Urkunden diesen Beinamen nicht kennen, vgl. Strack, Ptolemäer, S. 221; Niese, Geschichte der griechischen und makedonischen Staaten, II S. 98 Note 3. Nach Niese soll dieser Beiname unter Philopator aufgekomraen sein. Ein weiteres Moment für das Alter de8 Aristeasbriefes später. *) Vgl. Dähne, Geschichtliche Darstellung der jüdisch-alexandrinischen Religionsphilosophie, II S. 75; Frankel,׳ Vorstudien S. 24; Diels, bei Kautzsch, Apokryphen II S. 8 Anm. a. *) Vgl. auch Wendland bei Kautzsch, op. c. S. 30 Anm. d. *) Frankel kennt die Stelle aus Hieronymus, s. oben S. 26 Anm. 1, Friedmann die aus Sefer Thorah, 8. Onkelos und Akilas, S. 20. Das merkwürdigste aber ist, dass niemand die Stelle aus Tanhuma erwähnt.

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