Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Die rabbinischen Berichte über die Entstehung der Septuaginta. JQ כנען וכארץ גושן שלשים שנה וארבע מאות שנה pכמצרים ובא. E8 ist also keine seltene Erscheinung, da88 Bibelstellen 80 zitiert und gedeutet werden, wie sie nach den Änderungen der 70 lauten. Das kann auch der Anonymus in unserer Sifrestelle tun 1). Aber auch zugegeben, dass er לעוכרם wirklich in seinem Kodex gelesen, so beweist dies noch durchaus nicht, dass das Wort aus einem alexandrinischen Pentateuchexemplar abgeschrieben wurde. Der eine oder der andere Leser mag diese und andere Änderungen, die in Palästina in ihrer hebräisehen Rückübersetzung ja so sehr geläufig waren und für die Exegese allgemein akzeptiert wurden, am Rande seines Exemplars notiert haben, und durch einen Abschreiber, der ein solches Exemplar als Vorlage benützte, konnte' die Randgl088e in den Text eingedrungen sein. Ein schlagender Beweis für die Vornahme der Änderungen seitens der Ältesten im hebräischen Texte ist also diese Sifrestelle keineswegs. &. Zugegeben, dass die Ältesten im hebräischen Text geändert haben, zugegeben ferner, dass die Änderungen in die alexandrinischen Kodices aufgenommen wurden, zugegeben selbst das, dass solche Kodices sich hie und da auch nach Palästina verirrten — dass aber solche Kodices, seit Jahrhunderten als פסולים wegen der Abweichungen verpönt2), noch zur Zeit des Redaktors des Bereschith rabbah in Palästina so sehr verbreitet gewesen wären, dass eine Verirrung durch sie hätte verhütet werden müssen, das ist ganz und gar ausgeschlossen. — Die Tatsache der Änderungen an sich konnte ') In Midrasch ha-gadol z. St., wo eine von der in unserem Sifre ganz verschiedene Abhandlung zu lesen ist, heisst es dann: ’nun אשר לא לאומות לעבק זה אחד סן הדברים שכתבו יתדם* הטלך. Auch diese Stelle kommt in den bekannten Midraschim nicht vor. j ’) Das darf ohne weiteres angenommen werden, dass Kodices mit beabsichtigten, prinzipiellen Abweichungen für den Gebrauch unzulässig waren. Das kann man aber aus den Bestimmungen über solche Kodices erkennen, in denen blosB Irrtümer Vorkommen. Masecheth םפרים in Schonblums שלשה סםרים »תחים, Lemberg 1877, I, 6: ,ספר תודה שיש בו טעות אין קודאין בו ונטה אחד בדף, דברי ר' יהודה, רשב׳ג אומר אפילו עליות בדף אתר לא יקרא בו. Danach ist die schwierige Halachah in Soferim III, 8 zu erklären, vgl. SchOnblum z. St. Vgl. ferner נחלת •עקב und Müller zu Soferim. Kethuboth 19 *>: ספר שאינו טונה, אטד ר' אטי ער שלשים יום סותר לשהותו, מכאן ואילך אסור לשהותו, טשום שנאסר (Job XI, 14) אל תשכן באהליך עולה. 2*