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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German, Hebrew
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Die rabbinischen Berichte Ober die Entstehung der Septuaginta. 17 Ernste daran gedacht werden, dass die Ältesten, hervorragende Gelehrte, ein griechisches Wort in den hebräischen Text aufgenommen hätten? Wie, besassen diese hervorragenden Gelehrten so geringe hebräische Kenntnisse, dass Sie für נערי nicht ein passendes hebräisches Wort finden konnten? Die Änderung אצילי in זעטיטי ist ja an sich gar nicht begründet, und sie kann nur, wie schon Raschi erklärt, bloss wegen der Übereinstimmung mit V. & gemacht worden sein. Hätten nun die Ältesten die Änderungen im hebräischen Text vorgenommen, 80 hätten sie in V. 5 נערי in אצילי ändern können und müssen, wodurch sie sich auch die Änderung in V. 11 erspart hätten. Da sie das nicht getan, sondern beide Verse geändert und durch ein griechisches Wort ersetzt, 80 ist das ein geradezu unwiderleglicher Beweis dafür, das diese Änderungen nicht im hebräischen Texte selbst, sondern in der Übersetzung gemacht wurden. Auf welche Weise aber das griechische זעטוטי in den Tempelkodex eindringen konnte, werden wir späfer sehen. 4. Zunächst ist es durchaus nicht 80 sicher, wie Friedmann ohne weiteres voraussetzt, dass der anonyme Tanna im Sifre in seinem Pentateuch Kodex Deut. 17, 3 wirklich לעוברם gelesen. Dieser Tanna kann ja an Deut. 28, 14 אחרי אלהים אחרים denken, wo לעובדם im Text steht, wie Friedmann selbst in seiner Note zu der Sifrestelle aus dem Komm. זרע אכרהם bringt. So hat die Stelle schon früher R. David PardoJ) erklärt, und er macht dafür das כשהוא אומר geltend, das nicht recht am Platze wäre, wenn noch immer derselbe Vers gedeutet würde. Diese Erklärung hat viel für sich und seine starke Stütze in dem häufigen Vorkommen dieser Erscheinung in der rabbinisehen Literatur. Auch die Erklärung Geigers2) ist ansprechend, dass nämlieh der erklärende Zusatz לעובדם sich so eingelebt hat, dass an ihn Deutungen geknüpft wurden, wie wenn er wirklich im Texte gestanden hätte. So schon früher ältere Kommentare* *), Sifre d'be R&b, S&lonichi 1680. *) Urschrift S. 446 f. ') Sifre d’be Rab und זרע אברהם. 2

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