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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German, Hebrew
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V. Aptowitzer. ד Vorgenommen wurden; ea geschieht hier yon einer Übersetzung keine Erwähnung, ab«r ebensowenig von einer Übergabe, der heiligen Bücher. Die Worte ״Dreizehn Stellen änderten' die Weisen für König Ptol.“ and ״das ist eine von den Stellen שכתבו für König Ptol. “ können mit derselben Berechtigung wie auf eine Übergabe auf eine Übersetzung der heiligen Bücher bezogen werden. Wir fragen aber ganz allgemein: In irgend einer Geschichtsquelle (A) findet sich eine Anspielung auf eines von zwei gleich möglichen Ereignissen, von denen aber das eine nirgends ausdrücklich erwähnt, sondern bloss vermutet wird, während das andere in einer Quelle (B) ausführlich erzählt wird. Welcher Forscher würde in einem solchen Falle auch nur einen Augenblick zögern, der Annahme, in (A) sei dasselbe Ereignis gemeint wie in (B), die grössere Wahrscheinlichkeit zuzusprechen, auch wenn (B) nicht für besonders zu- Verläsrig gilt? Nun setzen Mechiltha und Jerusch, die Tatsache, daä8-״'au8 Rücksicht auf König Ptol. an einigen Stellen des Pentateuchs Änderungen vorgenommen wurden, als bekannt voraus; von der Vornahme dieser Änderungen im Urtext ist nirgends ausdrücklich die Rede, ist es da nicht sehr wahrscheinlich, dass Mechiltha und Jerusch, an die im Babli erhaltene Erzählung von dem Entstehen der Übersetzung und den in ihr vorgenommenen Änderungen denken? Mechiltha und Jerusch, demnach den Bericht im Babli bestätigen? Mag man aber auch mit dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht einverstanden sein, das wenigstens muss zugegeben werden, dass die kurzen, 80 wenig präzisen Angaben der Mech. und des Jerusch, auch nicht als Zeugen gegen den Babli angerufeD werden können. Von den Anhängern der Frankelschen Hypothese ist M. Friedmann1) der einzige, der sie auch zu beweisen sucht, und zwar geht er noch weiter als Frankel. Während Frankel das wenigstens zugibt, dass der Bericht im Babli von einer Übersetzung spricht und die Änderungen in dieser machen lässf, stellt Friedmann auch dies in Abrede2). Wir wollen uns die Beweisführung Friedmanns ansehen. Er schreibt: *) Onkelos und Akilas, Wien 1896, S. 23 f. *) So schon früher Levy, Neuhebräisches Wörterbuch s. v. •nSn; Kaulen, Einleitung S. 91. Sie nehmen ohne weiteres an, dass im Talmud von einer Abschrift die Rede ist.

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