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Haḳedem · 1908-03-15 · 1/2 (25. März/Juni 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
1/2 (25. März/Juni 1908)
Date
1908-03-15
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Hebrew
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Sachliche and sprachliche Aufschlüsse zam GilgameS-Epos. 5 Sadu nab-bi-§u . lu-btl-Su-ma ana lib-bi Uruk su-pu-ri lu-Sa-kil- [??] Sam-ma lib-tuk . Sum-Sa Si-t-bu i$-§u-hir amtlu . a-na-ku luktd-ma lu-tur ana Sa su-uh-ri-ia-a-ma (L. c. zz, 294—299): (Gilgames sagt zu UH-Nimin) diese Pflanze ist eine Pflanze der . . ., wodurch der Mensch 1 seine Vollkraft1) erlangt. Ich will es nach Hürden-Erech bringen und will (davon) essen lassen . . . die Pflanze möge er abschneiden! Ihr Name (ist): ״(Als) Greis wird der Mensch (wieder) Jung“. Ich will (davon) essen, damit ich zu(m Zustand) meiner Jugend zurückkehre“. Uber die Bedeutung dieser Wunderpflanze haben wir verschiedene Auffassungen2), allein ihren Namen trotz der epischen Angabe Gilgames‘, kennen wir doch nicht. Es ist aber ganz verfehlt, über das Wesen einer Sache, deren Namen man zumal nicht kennt, zu urteilen. Wir wollen daher zunächst den Versuch machen, wenn auch auf Umwegen, den Namen, oder besser gesagt, die Gattung dieser Zauberpflanze annähernd zu bestimmen. Wie schon oben erwähnt, wird die Wunderpflanze wie ein ״Bockshorn auf dem Felde (ü-ti-ü-ti) bezeichnet und deren Stachel wie die der amurdinnima 3). Diese it-ti-it-ti artige Zauberpflanze wächst am Grunde des Meeres, zu der ״schwere Steine“ den Gilgames hinzogen. Es handelt sich hier also um eine Meerespflanze der tf-ft-if-fi-Gattung. Viele Meerespflanzen wir den Stamm גצרן (Ewigkeit), was der darauffolgenden epischen Etymologie entsprechen würde. Denn das ist ja sicher, dass wir da nicht mit dem echten Namen der Pflanze zu tun haben. Es ist aber ganz verfehlt, in ״nab■bi■ su“ ein Wortspiel zu ״«i-Äit-li-‘ zu suchen; nab-bi(-su) ist von נבב herzuleiten, während ni-bit-ti von נבין■ *) So nach Jensen 1. c. p. 251. Vgl. auch Jensen Kommentar ib. p. 617. Wie gesagt, ist nab •bi■(int) von נבב abzuleiten und was es bedeutet? 2) Nach Jeremias ATAO * p. 190 Anm. 2 (vgl. auch p. 198), Zimmern KAT ' p. 677 und Delitzsch HWb. zu nibittu ist diese Pflanze eine Lebenspflanze, oder wenigstens ist mit dieser Pflanze die Vorstellung von der Lebenspflanze (sam balati) verwandt. ן Mit recht weist Jeremias, ATAO 2 p. 199 Anm. 2 auf die Talmudstelle J6ma 72 b hin, wo von der Thora als חיים CP Lebenspflanze (für die Würdigen) und מיתה CP Todespflanze (für die Unwürdigen) die Rede ist. S. 387 (C. T. XIV pl. 29) wird ein ״sam abiktu“ (Ideogr. §J. §J ) erwähnt (vorher ist die Rede von Sam tar-mui — talmud. תרמוס)• Darf es als ״Vernichtungspflanze“ erklärt werden? Nach Jensen hingegen 1. c. Kommentar p. 616 ist die Wunderpflanze keine Lebenspflanze, Sondern sie soll nur das Meer zur Ruhe zwingen. *) Vgl. oben Anmerkung 4.

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