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Haḳedem · 1907-12-25 · 4 (25.12.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
4 (25.12.1907)
Date
1907-12-25
Page
[Seite] (sequence 66)
Language
German, Hebrew
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210 Orakelausspruch an Aasurbauipal lautet: Ti-um-man li-mut-tu iä-ti-ni-'-a (ilu) Sin iS-ti~tü-‘-Su idat limuttim ina (arhu) Du im atoAü iad-ur-ri adi namäri ui-ta-ni-i^-ma י) (ilu) Sam-Si iribi-ma ki-ma äu-a-tu-ma III ümi uS~ta-ni-ih: ״Tiuman ersann Böses, aber Sin beschloss gegen ihn böse Vorzeichen. Im (Monate) Tamuz (wurde) verfinstert das Morgenlicht, bis zu Tagesanbruch liess er ruhen“ (das Licht), (in) die Sonne zog er (der Mond) ein, wie jener (der Sonnengott die Sonne) drei Tage, liess er (der Mond) sein Licht ״ruhen“2). Wie wir sehen, handelt es sich hier um das ״Ruhen“ der Sonne und des Mondes (d. h. Sonnen- und Mondfinsternis) als böses Vorzeichen für die Elamiter. In diesem Sinne ist eben auch Jos. 10, 12—13 aufzufassen: ״Sonne, zu Gibe'on ruhe Und Mond im Tale ,Ajjalon!“ Und die Sonne ruhte und der Mond stand (war untätig.) Diese Deutung bestätigen auch die Verba רום und עשר, welche im Grunde ״Stillschweigen“, ״Ruhen“, also die Negierung einer Tätigkeit, nicht aber die Fortsetzung derselben bezeichnen. Vgl. hierzu die Ausdrücke שמש ״ :ירוז עמד ן?לו־זSonne und Mond stand(en) in der Wohnung (Hab. 3, 11) d. h. eben Sonne und Mond verdunkelten; המש<ייל בעת ההיא ידם (Am. 6,13); האנ;ק דום (Ez. 24,17);של;ה דו^ה נ^וי (P8. 94, 17). Im talmudischen Sprachgebrauch bedeutet daher םדום חיןה~: Dämmerung. דום und עמד entsprechen dem- ') Vor Sant-si scheint ״ma“ vom Schreiber aasgelassen za sein, wie es schon Jensen, KB II 248 ergänzt *) Winckler, Die Keilschrifttexte Assnrbanipals. Zweite Lieferung, Tafel43 Kol.V, Z.4—8. Dieser schwierige Text, von Jensen in seiner Übersetzung KB L. c. völlig missverstanden, bat bisher noch keine Erklärung gefunden. Wie aus meiner obigen Übersetzung hervorgebt, bedeutet [tna] Samü iribima: in die 30nne einziehen, d. h. sich verdunkeln. Der Sinn dieses T extes ist nun klar: der Mondgott verursacht eine Sonnenfinsternis drei Tage lang, er selbst muss aber auch zugleich drei Tage ״ruhen“, da er sein Licht von der Sonne empfängt. Das .erste ״Uilanifr“ bezieht sich anf das Morgenlicht (Sonnenlicht), das zweite ״Uitanih“ aber anf das Licht des Mondes selbst. Zar Bedeutung ״Ruhen“ (d. h. untätig unsichtbar sein) mit Bezug auf Sonne und Mond, vgl. Jensen L. 0. und Kosmologie p. 106.

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