Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 64)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Besprechung. K. Budde, Geschichte der althebr&ischen Literatur, Leipzig, C. F. Amel&ngs Verlag,1906 ׳ (Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellung. Bd. VII. 1 Abteilung). Besprochen von Abraham Sarsowsky. Mit vollem Bewusstsein der grossen und schwierigen Aufgäbe, mit grosser Umsicht und Besonnenheit ging Budde an das Werk. ״Fast überall sonst arbeitet man mit gegebenen, fest umri88enen, mit dem Namen sofort bekannten Grössen: mit dem Volk sind Land und Sprache einem jedem gegenwärtig, die ungehemmte Äusserung seines Geisteslebens in dem überlieferten und zu behandelnden Schrifttum versteht sich von selbst. Hier steht alles auf schwankenden Füssen . . . Selbst überliefert hat Israel nur sein heiliges Buch, und in dessen immer neuer Kommentierung und Glossierung geht seit fast zwei Jahrtausenden sein Schrifttum so gut wie völlig auf“ (Vorwort p. VII—VIII). Die unbekannte Grösse des althebräischen Schrifttums hat den Verfasser doch nicht abschrecken können, weil ״was uns erhalten geblieben, ist weiterhin bis auf den heutigen Tag nicht nur von den Juden, sondern mehr noch von den Christen, die es als heiliges Buch übernahmen, so oft mit Spaten und Sieb, mit Lampe und Schmelztiegel, mit Skalpell und Mikroskop durchforscht worden, dass es gleichsam in seine Atome aufgelöst vor uns liegt“ (P. IX.). Aber als Liter*•'־ historiker trat ihm das Problem noch mehr verwickelt entgegen, namentlich aus den dem Wesen nach zu einander nicht mehr haftenden Atome ein Ganges zu formen. Vornehmlich soll das Buch einen grossen Vorzug vor allen Ausgaben von ״Einleitung in das Alte Testament“ besitzen, sofern es eine wirkliche Geschichte der althebräischen Literatur zu sein beansprucht. Aus diesem Gesichtswinkel wollen wir es nun betrachten.