Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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ן Bad and Badeweeen im Talmud.!93 Alex&ndrinus undCyprian, eifern dagegen1). Damit das Obel in Israel nicht einreissen könne, erklärte man, dass eine Frau, die mit jedermann badet, ihrer Kethuba (d. i. des Witwengeldes) verlustig gehe, ״weil sie sich bei dem Manne nicht nach Gesetz Mosis und Israels auffiihrte“* *). Gans ähnlich lautet das Gesetz Quintilians (Inst 6,9): signum est adulterae lavari cum viris. Eine Einzelheit zu diesem Punkte berichtet der Reisende Antoninus Martyr (c. 24 p. 27 ed. Tobler) vom Bade des §iloa zu Jerusalem; zwischen den zwei Marmor-Wannen (solia) befand sich ein Gitterverschluss (clausura cancellorum), so dass auf einer Seite die Männer, auf der anderen die Frauen badeten. Eine ähnliche Vorrichtung scheint das קנקילן der Misna zu sein (Kelim 22 Ende)3). Das Zusammenbaden der beiden Geschlechter erscheint um 80 verwerflicher, als, mit wenigen Ausnahmen bei Frauen, beide Geschlechter völlig nackt badeten. Bei den Juden forderte man dies von den Männern schon darum, damit die Beschneidung nicht verdeckt werden könne; dem R. Abbahu nahm man es schon übel, dass er im Bade seine Hände über seine Genitalien hielt4). Diese völlige Nacktheit bringt es mit sich, dass man mit Leuten, denen man Ehrfurcht schuldet, nicht zusammen badet, ‘) Quelten s. bei Becker-GSll, Gallas, 111, 161 f.; Psuly-Wissowa RE. col. 2760; Preuss aaO. 8. 18. ״Die Freu im Männerbade* ZNTW 1,341. *) T. Kethnb. 7,6 p. 269 Z. 8. Vgl. j. 7? 7, f. 31 0 Z. 19 שניהם טוטהות M*n עד ירכה בטוזחץ :אור הרבו (die gemeinte Geste gehört wohl nicht eben zu der Situation gegenüber der Frau, sondern ist eine Art Belustigung im Bade, wie zu jeder Zeit, s hier S. 16); vgl. b. 101a Umgekehrt Sitte des טהחשב, des Vornehmen im Bade: M. Sebiith 8,11. *) s. Lehnw. 2, 633 f., ׳p an vielen Stellen xtyxiie Gitter. Nach der Uilna kann dieses Gitter im Bade (es ist vorher vom Bade die Rede) so gemacht sein, dass es Trinkbecher aufnimmt oder wie ein Bienenkorb aussieht. Die traditionelle Erklärung (R. Nathan im ‘ Aruch, R. Simfion, Maim., Ob ad ja) siebt freilich in |Vp:p ein Netzgerät, in welchem man auf brennendem Schwefel Kleider räuchert; 8. auch Preuss a&O. S. 13, der die Sache nicht ergründen kann. •) b. Sabb. 41 a. — Wir sprechen schon oben von dem Ort im Bade, wo die Leute ganz nackt stehen (ערופין T. Berach. 2,20 p. 6 Z. 16, j. 2,3 f. 4 0 Z. 46). Aach aus T. Berach. Ende: שנכנס ^בית דטרדזץ טיזיה כבשרו p<:, folgt, dass die Genitalien frei lagen; vgl. j. Berach. Ende, Sifre Deut. § 36 p. 76 b ed. Friedmann. Vgl. auch M. Berach. 3,6 ירר דטבוי'... ^עזיית ויהתכסות . .. במים, also künstliche Bedeckung der Schamteile.