Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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194 r Samuel Krause. also mit dem König und Hohenpriester (M. Sanh. 2,5 T. 4,1), der Schüler mit dem Lehrer, es sei denn, dieser bedürfe seiner (b. Pesach. 51a), und in der Tat kam es vor, dass der Lehrer beim Bade sich auf den oder die Schüler stützte. Der berühmte R. Chijja hatte sich im Bade (גו בגי) vor R. Ismael b. R. Jose nicht ehrerbietig genug bewiesen, was damit entschuldigt wurde, dass er sich in das Studium der Aggada versenkt hatte; von dieser Zeit an gab Rabbi dem R. Chijja zwei Schüler mit zur Vermeidung der Gefahr (j. Kila’im 9,4, f. 32b u. Parallelen)• Dass zwei Brüder nicht gemeinsam baden sollen, haben wir bereits gesehen (b. Pesach. 51a, s. oben), und dies erinnert an die römische Sitte, >die es verbot, dass Vater und Sohn, Schwiegervater und Schwiegersohn zusammen badeten1). Dagegen baden Juden und Heiden zusammen, wie schon gezeigt wurde (8. auch M. Makhs. 2,5), nur mit einem einzelnen Heiden soll man aus Gründen der persönlichen Sicherheit nicht zusammen baden (T. A. Zara 3,4 p. 463 Z. 22)2). Diese Bestimmung lässt vielleicht an kleine Einzelzellen denken, mit denen die meisten Bäder römischen Systems versehen waren; man badete in ihnen kalt. ') Pauly-Wissowa RE aaO. י) Auch Alleinsein mit dem Heiden im Pissoir widerraten (ib. □בית הפי, zum Ausdrucke vgl. meine Notiz in Zeitschr. für alttestam. Wissensch. 1907, 27, 288), wie denn ein Pissoir unbedingt zum Badebause gehört (s. w. unten). (Schluss folgt.)