Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
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Bad und Badewesea im Talmud. 189 lieh in allen Räumen des Backhauses an finden 1). Die Bretter {נסרים) dienten wahrscheinlich zum Belag des heissen Badens des Schwitzbaderaumee3); mitunter waren die Bretter unter sich verbunden (CjK^) und bildeten eine Art zweiten Bodens, unter dem das aus den Wannen stetig abrinnende Wasser abflie8sen konnte, ohne dass die Badenden darin zu waten hätten* *). Von der Badew&sche sprechen wir weiter unten. Sowohl Bretter als Badewäsche können in besonderen Häuschen (ביי1 בנריאות ,בית נסרים odfer בית וילאות), Kasten, aufbewahrt sein, die zum festen Bau des Badehauses gehören; nach pompejanischem Befunde sind es in die Mauerwände eingemauerte grosse Kasten; dem zufolge heissen sie auch סגרלין *). So hat auch die Sitzvorrichtung noch den Namen אצטבה*). Wegen der massenhaften Lampen, die in den Thermen von Pompeji gefunden wurden, ist es interessant, dass einmal auch die Lichter (נרות) der Badehäuser erwähnt werden (j. Pesach. 4, 5, f. 31a Z. 45). V. Eigentümer, Badediener und Besucher. Wie in Romr so waren auch die Bäder der Juden zumeist in Privatbesitz, die eben wie jedes andere Unternehmen geschäftsmä88ig in Betrieb gehalten wurden. Wir berührten schon die Modalitäten des Ueberganges eines Warmbades, das in solchen Fällen immer מרחץ heisst, von einem Besitz in den anderen (M. B. Bathra 4,6), was durch Kauf oder Erbschaft erfolgen *) Vgl. Bich a. a. 0, Becker-GWU S. 128 (der Holzstühle zulässt), Overbeck S. 205 et passim; man nennt sie aeholat Buheplätze. *) So schon B. Sam. b. Meir m M. B. Bathra ib. (doch denkt er auch daran, dass sie die Fttsse der Badenden vor Sehmuta schlitzen sollten). *) Wiederum M. Kel. 22,10 neben pmso. Das Wort bjv erklären B. Nathan u. Maim. שעם (arab. איציזראן), eine Art Kork oder Gummi, mit denen die Bretter verdichtet werden; vgl. Levy 4,608. 690. 4) T. B. Bathra 8,3 p. 402 Z. 9, auch j. {4• Z. 66, offenbar בנריות der M. oder nutSn der Bar. 67 *». Preuss a. a. 0. S. 11 schreibt für das sehr gangbare Wort (oft Vum שדה חבה) me§«dlin, ohne Erklärung! S. noch bei ihm 8. 12 «Türme*! ') M. Nidda 9,8 neben סן« Se Soso (s. 0.) סנה שבסרחץ» (ed. Lowe rmeos), vgl. Lehnw. 2,118. Es ist die mattaba der Araber, was nicht ansschliesst, dass das Wort von moi stamme (gegen Preuss a. a. 0. S. 12).