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Haḳedem · 1907-12-25 · 4 (25.12.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
4 (25.12.1907)
Date
1907-12-25
Page
[Seite] (sequence 42)
Language
German, Hebrew
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186 Samuel Kraust. in dem Frigidarium 1). Daa Wort פיסקין piseina (Lehnwörter1 2, 450) bedeutet bei den Rabbinen nur Fischteich, erweist also die Existenz eines solchen kalten Bassins nicht. Die Badöwanne, die die Rabbinen 8a häufig אמבטי Ipßary nennen3), ent• spricht jedenfalls dem, was die Römer in ihrem Kaldarium hatten* etwa dem alveus. Ausdrücklich wird dieser Badewanne einmal das Epitheton ״siedend“ beigelegt in folgendem als Qleichnis angeführten Falle: Die Embate war so heiB8, dass kein Mensch hineinsteigen (ירד) konnte*, da kam irgend ein Gewaltmensch (בן בליעל), sprang hinein (קפץ), verbrannte sich zwar, aber damit hat er sie bereits für andere abgekühlt (8(הקיר). Erst dadurch gelangen wir dazu, das jüdische ״Embate“ mit einem der Teile des römischen Kaldarium zu identifizieren; das Kaldarium enthielt nämlich in einer Nische (laconicum)4) das labrutn; am anderen Ende, gewöhnlich viereckig, das grössere Becken (den alveus), mit welchem 'אמבט, das als gross bezeichnet wird, identifiziert werden muss, welches demnach nicht ״Kaltwasser• bad“ genannt werden kann5), sondern war es gerade das warme Bad. Die Misna unterscheidet zwar ״grosse“ und ״kleine“ Embate6), aber selbst dort, wo sie es tut, handelt es sich darum, dass auch in der kleinen Embate mindestens zwei Personen baden können, und in den vielen bisher behandelten Fällen hat es sich immer darum gehandelt, dass in dem betreffenden Bade '1 Becker-Göll, Gallus 111, 119. '*) S. Lehnw. 2,69. Ich glaube ib. ifißaztq im ginne von soUum balnei (vgl. solio auch ‘Aruch. I, 112) genügend belegt zu haben, 80 dass der Umstand, dass bei Griechen Xovri#, nvtXos, iftßaatt (bei Homer iaä/uv&ot) dafür vorkommt, nicht bedenklich ist, vgl. Preuss a. a. 0. S. 11. Die ס6רים b. B. Bathra 67•>, die Preuss im Sinne von Badewanne auffasst, haben wir oben als Kessel erkannt. *) Pesikta di R. Kahana ed. Buber p. 27*, vgl. Pesikta R. c. 12 p. 62• ed. Friedm., wo der Ausdruck ה8ו*יר u. 8 ,סיד ב*ו הבי ירומו במינה. auch Raäi zu Deut. 26,18. *) Nach neuerer Ansicht ist laconicum, das Schwitzbad, ein eigenes Gemach im Badebause. ‘I So findet man es bei Rieh, llluatr. Wörterbuch der röm. Altertümer, deutsch von 0. Müller, Paris u. Leipzig 1862, 8. v. balineac; vgl. dagegen Beoker-Göll a. a. 0. S. 126 und Overbeck S. 209. *) ״Wer durch ein Gelübde 8ioh des Genusses von seinem Nächsten begibt . . ., darf sioh mit ihm baden in einer grossen, nicht aber in einer kleinen Embate." Vgl. noch Mikw. 6,10 und M. Makbä. 2,6.

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