Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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185 Bad and Badeweeen im Talmud. * Thermen von Pompeji, bei sonst guter Erhaltung, den Fassboden des Kaldariama, die suspensurae der Römer, eingestärzt (Overbeck, Pompeji, 4. Aufl., S. 227). Jener im Talmud gemeldete Vorfall iat dennoch unklar, denn ebenso könnte nach dem Wortlaute ein anderer Teil des Bades, etwa der Boden der Badewanne (ein unten Befindliches muss es nämlich. sein wegen des Wörtchens ״ מתותיהunter ihm“) eingestürzt sein, und nur der Umstand, dass dieser Vorfall an die dort berührte Feuergefahr sich anschliesst, lässt an den ״schwebenden“ Boden des Heissbades denken; doch sind die Ziegelpfeilerchen, auf denen die suspenaura gewöhnlich ruht, nicht geeignet, ein Rettungspunkt zu werden und auch nur ״Säule“ zu heissen; man kann bei ״Säule“ eher an die den Hofraum des Bades gewöhnlich umgebenden Säulenreihen denken. Eine andere Gefahr besteht in dem glatten Marmor- oder Mosaikboden des Bades, auf dem man ausrutschen und einen Schädelbruch haben kann, wie es einem passiert ist (b. Chull. 45b). 2. Im Innern des BadeB sehen wir uns zunächst nach den Bassins um. Doch־müssen wir vorher daran erinnern, dass in den Warmbädern, trotz ihrer Bezeichnung und ihres Zweckes, ein kaltes Bassin nicht minder zur Einrichtung gehörte als ein warmes, nur war das warme Bassin mehr der Schluss des Badens. In grösseren Badeanstalten römischen Systems lag das kalte Bassin (piscina, auch cisterna und baptisterium genannt) hat ▼on dem siedenden Wasser (חטק pmo). Wenn R. Mana in einem geheizten Bade baden sollte, machte er vorher sein Testament (j. Berach. 4,4, fol. 8י> Z. 19). Das angeheilte Bad ist entweder dasjenige, welches vor dem Badebesuche geheizt worden, oder meint er natürliche Thermen. Ähnliches auch in Derech ‘Erez R. c. 10, welohe Stelle ich bereits in REJ 36,219 unter Hinweis auf Guhl-Koner, Das Leben der Griechen und Römer, Berlin 1876, p. 279 behandelt habe: **pi«, 7n׳p«0T^«>»’1 laeomcum. — Dem ביון חיזדות scheint bei den Griechen Wlpulv«c zu entsprechen, das ist die Stelle, von der aus die Badewanne unter Wasser gesetzt wird; eie wird in der Jamblichus-Anekdote bei den Thermen von Gadara erwähnt, 8. ZDPV 7,191. Nun entspricht ferner dem בית היורות in T. B. Bathra 3,3 בסויקי in j. 14«, lies *pSo <3, wie b. B. Hezia 84• בי סרקי steht, ein Wort, das ich in Lebnw. 2,394 *oahaaoi Kessel erkläre. R. Nathan in 'Aruch hat die LA. •סיקל, and ■o möchte noch die Transposition * •קרים gestattet sein: oder *itwtc allein (der erste Bestandteil geht verloren und ist für das jüdische Ohr durch •כ schon ersetzt). Wir hätten somit drei Ausdrücke für ,Kessel*: יורה, Seo u. ס^יקי. 13♦