Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Bad and Badewesen im Talmad. 181 im inneren Baderaum denken; vgl. den Stand der Zeus-Statue in den sogenannten grösseren Thermen von Pompeji. In einer mit einer Aphrodite-Statue geschmückten Badeanstalt zu Akko badete R. Gamliel II. anstandslos1), mit der bekannten Begründung: Nicht ich kam in ihr Bereich, sondern sie kam in mein Bereich; nicht ist das Bad zum Schmuck (נרי) der Aphrodite da, sondern sie, die Aphrodite, bildet den Schmuck des Bades. Auch in Boatra weist das Bad eine Aphrodite auf2). Ohne den Qötzen direkt zu melden, spricht die Misna ferner von Gärten und Bädern, die einem Gotte geweiht sind; deren Revenuen gemessen natürlich die Priester3). Ebenso werden nur ganz bedeutende Bäder einen basilika genannten ringsumlaufenden Säulengang gehabt haben4). Der Bethesda-Teich hatte fünf Säulenhallen (8. 0.), gewiss viel zu einfach, als dass sie den stolzen Namen Basilika verdienten. Von der Pracht der Badebauten gewinnen wir eine Vorstellung von dem bereits berichteten Plane, das nicht vollendete Hadrianeum in Tiberias, das als ein gar gewaltiger Bau geschildet wird, in ein Bad umzuwandeln. Ein normales Bad hatte mindestens drei Räume, die sich in innere und äussere gruppierten: den eigentlichen Baderauuv*• (בית פנימי), mit den Bassins usw., wo alle nackt stehen; einen zweiten, der viell. bereits ״äusserer Raum“ (בית החיצון) hiess 5), u. b. 19 b (wo 0uo das Werkzeug) wenn בו ונגה;. Man uriniert vor der Statue, so heisst es in der Miina weiter; das kann nur im Innenraume sein. In der von dem Zanbenprueh des Ketzers bewirkten Bannung wurden die badenden Rabbinen an der Wölbung (na>:) festgehalten (j. Sanh. 7,19f. 25<י Z. 23), denn die dort postierte Statue ist ein Genius des Zauberers; dieser wurde durch die Rabbinen am Tore festgehalten, vielleicht weil das Tor (wenn auch nicht im Bade) mit .סזוזד, dem jüdischen Wahrzeichen versehen ist. Jedenfalls hat es jene Wölbüng auoh im •tiberiens. Bade gegeben u. z., wie man sieht, im Innern des Bades. ’) M. A. Zara 3,4, vgl. b. 44b. Zum Miina-Text 8. MGWJ 51,328. *) j. Sebi'ith 8,1 lf. 38b ganz unten. Vorher wird gesagt, dass R. Josua b. Levi von Lydda naoh Beth-Gubrin (Eleutheropolis) baden׳ ging, damit bricht die Erzählung jäh ab und ein Zusammenhang mit dem Fall in Bostra ist nioht ersichtlich. Ein schlecht erhaltenes rOtn. Bad wurde jüngst in dem alten Gezer ausgegraben, s. PEF Qu. 8t. 1907, 258 f. ’) M. A. Zara 4,3 b. 51b טובח נוסרץ. Es ist das »ottrum der Römer. «) b. A. Zara 16b. *) Bar. b. 8abb. 40*. — Als Juda und Hillel, die Sohne des Patri-