Mannheim
Compact Memory

Haḳedem · 1907-12-25 · 4 (25.12.1907) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
4 (25.12.1907)
Date
1907-12-25
Page
[Seite] (sequence 35)
Language
German, Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4869944-6026858-6026913--0355-4870305
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Bad and Badewesen in! Talmud. 179 ging aus irgend einem einsam stehenden Felsen im Tiberias• See aus, der wohl nicht fern vom Ufer stand. ״Wer auf den Berg Jesimön (= Wüstenberg) steigt und im Tiberias-See eine Art [Sprudeln wie aus demj kleinen Sieb bemerkt — das ist der Mirjam8-Brunnenu •). Ein derart positiver Bericht, von dessen Richtigkeit sich täglich ein jeder überzeugen konnte, muss auf Wirklichkeit beruhen. Auch hat man beobachtet, dass der Strudel gerade vis-a-vis dem mittleren Tore der alten Synagoge von Tiberias sich befindet3). Nun heisst es ferner, dass ein mit Hautausschlag Behafteter zufällig in den Mirjams-Brunnen schwamm, darin badete und gesund wurde3). Im See von Tiberias befand sich also, wahrscheinlich auf einer kleinen Felseninsel, ein ferneres, wenn auch schwer erreichbares Heilbad. Auch dieser ״Geiser“ erinnert lebhaft an Karlsbad. 6. Die warmen Quellen von Pella im Ostjordanlande; bei den Rabbinen bloss einmal als ח מתא דפחל erwähnt (j. Sebi'ith 6, 1 f. 36® Z. 63)4). Es standen dabei babylonische Dattelbäume (ib.). Anhangsweise mögen hier erwähut werden die in Palästina sich sonst befindlichen, aber im Talmud nicht genannten Thermen: a) Thermen des Moses (8. Dechent aaO. 201 f.), b) 'Amwas Emmaus, Nikopolis (ib. 209, 8. auch w. unten), c) Belqah (Gadara?) in Peräa (Wellhausen, Reste arab. Heidentums, 2. Aufl. S. 25). Aus Babylonien werden keine Heilquellen gemeldet, obzwar das Land wol auch daran keinen Mangel litt. Vou dem künstlichen Warmbad, zu welchem wir jetzt übergehen, heisst es ausdrücklich, dass es in Babylonien nicht gegeben (j. Berach. 4, 1 f. 7b Z. 66, Genes. R. c. 37 und Parallelstellen: Deutung ') j. Kil., j. Kethub., Lev. R., Koh. R., Midr. Teh. 24 (§ 6), vgl. auch beide Tanch u. Num. R. an den bereite genannten Stellen. Statt peto* הר steht im Midr. Tehill. הר םב1א LA. ״) הר נבוvielleicht das Richtige“, bemerkt dazu Bacher, Ag. der pal. Am. II, 194). In b. Sabb. הר הנדסי. *) R. Joch. b. Nuri in Lev. R. 22,4; richtiger R. Joch. [b. Nappacba| Koh. R. 6,8 (wo Synagoge von סרינגיא steht). *) Lev. R. 22,4; IjCohel. R. 6,8. — Man trank davon, 8. חבת •רחלים fol. 21b; Qraetz, Gesell 9,446; Geiger, Nacbgel. Sehr. 2,189; M. Grünbaum ZDPV 6,200f. (vgl. auch Monatsschrift 1868, 17, 341). 4) Auch Plinias nennt Pella: aquü divitem, s. Schürer II, 188; auch Neubauer, Gdogr. p. 274. Selah Merrill hat die Quelle neu entdeckt, PGF. Quart. Statem. 1879 S. 141.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.