Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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178 Samuel Krauss. Gadara, Hainthan, gleichwohl ein bekanntes Bad gewesen sein, Und jjst bereits dessen Identität mit Kalirrhoö ausgesprochen worden1). Es ist das eigentlich das Gewässer der Essäer, die ja in dieser Gegend zuhause waren. Die Essäer badeten freilieh kalt (s. oben), allein ihre Wunderkuren an Anderen können sie gerade in diesen wundervollen, mystischen Quellen am leichtesten vollführt haben. ö. In der vorhin berührten tannaitischen Stelle (b. Sabb. 109a) ist in einer Art von ״Gewässern von Tiberias“ neben Hamthan die Rede, dass gefragt werden muss, ob nicht ein Baden im See von Tiberias irgendwie in einer Reihe steht mit Thermalbädern? Doch davon abgesehen müssen wir auch Berichte erörtern, die im See von Tiberias eine Heilquelle ersehen. Es steht dies im Zusammenhänge mit dem legendenhaften Mirjams- Brunnen2), der mit den Israeliten in der Wüste mitzog und der sich im Tiberias-See fixiert haben soll3), wo er an seinem Sprudeln, das bald mit einem Aufwerfen von Mehl aus einem Sieb, bald mit einer Ofenöffnung verglichen wird, erkennbar sei4). Dieses Sprudeln, so ist aus den Berichten zu erkennen, *) Weinstein, ßeitr. z. Gesch. d. Essäer S. 9f., 8. auch Jastrow, Dictionary p. 1098. Die Stellen über עסיא אסיא hat M. Fried mann in einem eigenen Aufsatze behandelt, Jahrb. Jerusalem V, 46—51, ohne dass die genaue Scheidung der hierbei gemeinten Orte ihm gelungen wäre. Wenn wir in b. Sabb. 109• an Kalirrhoö denken, fügt sich einiges gut. Ein Meer (das Sodomitische Meer) liegt in der Nähe, darum M. Jebam. 16,4 שרשלוהו דים, u. z., wie j. tradiert: ר*ו יחתוך ספוגים (vgl. zum Ausdruck: גזז ספוג גם׳ קרולין j. Sabb. 10•), womit die von allen Reisenden bewunderten Ablagerungen (Kieselsinter?) des heissen Wassers gemeint sein können. Vielleicht ist etwas derartiges das הסרוק ne: T. Demai 1,29 p. 47 Z. 6, ib. אינה 0םםאה סומא ת סשקין; vgl. פת הירק: b. Kerith. 6». Die Stadt עססיות (b. Qitt. 4י>) möchte ich, abgesehen von dem verschiedenen Namen, schon darum davon trennen, weil eine grosse Ansiedelung da schwerlich bestanden hat. *) Der Mirjams-Brunnen wird oft erwähnt, z. B. Mechiltha zu 16,35 p. 51 י> ed. Friedm., b. Taan. 9», Trg. Ps.-Jonath. Num. 20,2; M. Aboth 6,6, b. Pesacb. 64», Trg. Ps.-Jonath. Num. 22,28. *) Altes Tanch. u. Bubersches Tauch, zu Num. 21,20, Num. R. z. St. (19,26) 1תזך יםה שי טבדיא, (Num. R. עד שנגנזה (שנ:נםה; b. Sabb. 36» nur .בים םי1 :ברה (י: b. Sabb. 36» (wo Ra£i סין סלע עגול ועשו• ::׳:), vgl. T. Sukka 3,11 p. 196 Z. 26 רוסה לסלע סלא :כרה der Brunnen sah ähnlich einem Felsen voll (d. i. oben auf) mit einem Sieb, and es strudelte aus ihm heraus wie aus einem Krug (פך V^:•); j. Keth. 36b, j. Kil. 9,4f. 32«, Lev. R. 22,4, Kohel. R. 6,8. — סלא תנור: oder פלא פ• תנור: Num. R. u. Tanoh. ib. ib.