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Haḳedem · 1907-12-25 · 4 (25.12.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
4 (25.12.1907)
Date
1907-12-25
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German, Hebrew
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Bad and Badewesen im Talmud. 177 des Herodes, und auch eine alte Felsenburg des Herodes gesehen haben * *). Das Bad KalirrhoS ist in bedeutsamer Weise mit dem Leben Herodes des Grossen verknüpft, der von seiner Festung Machärus aus wahrscheinlich oft diese Thermen benützte und noch vor seinem Tode in ihnen Heilung suchte. Bedeutende Badeanlagen sind von selbst die Folge dieses königlichen Besuches. Die Wasser waren nach Josephus ausser ihrer universeilen Brauchbarkeit auch trinkbar (Ant. 17, 6, &), also ganz so wie in Tiberias, doch scheint Josephus, da er an einer anderen Stelle (B. J. 1, 33, & § 657) das Trinkbarsein der ״Stissigkeit“ des Wassers zuschreibt, eben warme und kalte Quellen zu unterscheiden, denn beiderlei gibt es hier in Menge. Das Wunderbarste ist aber, was Jesephus von den nördlichen Quellen, von Baaras, erzählt (B. J. 7, 6, 3)a). Der Quellen Kalirrhoös erwähnen ferner Plinius, Ptolemäus und ziemlich häufig die Rabbinen 3), denen es aber bloss um die Identifikation Kalirrhoö לשע zu tun ist, ohne das Badeleben zu berühren. Mehr als den Namen erfahrt man auch von Eusebius und Hieronymus nicht. Die Bäder sind erst in neuerer Zeit eingehend untersucht worden. Sollten die Rabbinen Kalirrhoö als Badeort überhaupt nicht gekannt haben? Ich glaube, dass sich diese Thermen bei ihnen unter dem Namen 'Asta-Wasser (סי עסיא) bergen. Wir finden dessen Erwähnung in einer schönen Reihe anderer Bäder: Gadara, Hamthan (d. i. wohl Emmaus bei Tiberias), 'Asia• Wasser, Wasser von Tiberias (etwa die nördlichen Quellen, im Unterschiede von den warmen südlichen, s. 0. u. w. u. nebenan), Grosses Meer, Flachsweiche, sodomitisches Meer (b. Sabb. 109a), eine Stelle, deren Parallelen wir bereits behandelt haben. ם' עסיא findet sich nur hier, nicht in den Parallelstellen. Es muss neben ■) ZDPV 30, 1907, S. 89. 90. *) S. bei Dechent ZDPV 7,200. Einiges in meinem Aufsatz im Jabrbuche .Jerusalem“ VI, 289. Der ,Name Baaras ist am besten von בער .brennen* abzuleiten. DieB kommt hinzu zu den Theorien, die wir oben bei den Rabbinen bezüglich des Feuergehaltes der Thermen gefunden haben; nur lagen KalirrboS n. Baaras in einer zu wüsten Qegend, als dass die Rabbinen Theorien darüber äussern mochten. *) Lehnwürter II, 660 s. v. rvAp, wo auch einige Literatur.

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