Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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174 Samuel Kraus«. pflegten1), wie zwischen Nachbarn nicht selten; auch das scheint zu beweisen, dass die Juden unter sich waren. Zur Geschichte des Bades dienen folgende Beiträge. Strabo (1. 16) scheint diese Heilquellen nur erst als Sümpfe zu kennen, und verlieren Tiere, die daraus getrunken, Nägel, Klauen und Hörner. Josephus, der von Gadara öfters spricht, erwähnt des Bades nicht. Die nächsten Daten führen zu Rabbi (an den oben behandelten Stellen), der in dem Verkehr der Einwohner von Hamtha etwas zu regeln hatte, was erst neu aufgetaucht ist; somit dürfte das Badeleben eben damals erst emporgekommen sein. Aus der merkwürdigen Anekdote vom Baden des Neuplatonikers Jamblichus, das wir noch berühren werden, erfährt man, dass zwei kleine, aber elegante Quellen nach heidnischem Muster nach Eros (= Amor) und dessen Bruder Anteros benannt waren, was bereits den Verdacht aufkommen lässt, in Gadara habe man mehr als gebührlich der Liebe gehuldigt. Derselben Zeit gehört das Badeabenteuer des Epiphanius an (Haer. 30, 4). Auch berichtet dieser Kirchenvater, in jenen Thermen habe alljährlich ein heidnisches Fest (navף• rvpi() stattgefunden, wo es so hoch herging, dass nur das berühmte Bajae in Unteritalien es noch schöner sah. Auch Eunapius, jenes Jamblichus’ Schüler, berichtet, dass Gadara gleich nach Bajae rangiere, und sei ihm kein anderes Bad vergleichbar. Und diese Ausgelassenheit blieb keinesfalls nur auf Heiden beschränkt; Epiphanius sagt, dass selbst der Sohn eines Patriarchen, der mit seinem Mentor, einem Apostel2), hier badete, mit einer von ihm begehrten Christin hier zusammentraf. Bald jedoch erhält Gadara einen christlichen Charakter, und Antoninus Martyr weiss bereits, dass die Wasser von G. ״Thermen des Elias“ heissen. In grosser Anzahl waren es Aussätzige, die sich hier Heilung suchten, in einer sehr komplizierten Methode, von der wir noch sprechen werden3). Für die Zeit, die uns hier beschäftigt, reisst hiermit der Faden der Geschichte ab. 3. Die dritte, man könnte sagen vorsintflutliche Therme nach dem Ausspruche R. Jochanans ist die grosse Quelle von' ') b. Erub. 61» טטתגי סטטרג• ^הו בג• גיר!1בגי תטחן• *) Über den Titel ״Apostel“, den Dechent8. 193 ״merkwürdig“ findet, 8 meinen Artikel JQR 17, 370—383. ’) All dies hat man bei Reland, Pal. II, 774 f., Dechent a. a. 0. 190 f.