Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 4 (25.12.1907)
- Date
- 1907-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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172 Samael Kraus*. erlaubt“1). Wir haben hier ausserdem eine Art Trinkkuren kennen gelernt Von dem Tiberias-Wasser wird die Reinigung des Stuhles geradezu' ausgesagt2 *). Muten einen bereits diese Dinge und die dabei genannten ״Becher“ ganz modern an, so lassen vollends die besonders feinen durchsichtigen tiberiensischen Becher8) gerade für Tiberias an Brunnenkuren nach moderner Art denken. In der Tat kann man die tiberiensischen>Thermen am besten mit den Karlsbader Quellen vergleichen. Nach neueren Untersuchungen haben sie gegenwärtig die hohe Temperatur von 48° R. und enthalten Schwefel, Salz und andere Bestandteile4 * * *). Den Schwefel darin erwähnt noch Maimüni (im 12. Jh.), wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, zu M. Nega'im 9, 1. Das Wasser hatte ferner salzigen Gehalt, doch gab es neben dem salzigen Bassin ein solches mit süssem Wasser (j. Sabb. 3, 4f. 6a Z. 30) 8). 2. Weit weniger ist zu sagen von Gadara. Auch die Geschichte dieser Quellen hängt mit der Geschichte der ihnen den Namen gebenden berühmten Stadt Gadara zusammen, doch ist es uns hier natürlich blogs um die Quellen zu tun. Der Ort heisst heute Um-Kes, neben welchem man, nachdem man die Tiefebene des Ghor verlassen hat, in ein enges Tal kommt, wo man zunächst nördlich die beisseste der Quellen, hammat eS-Sech ״Quelle des Häuptlings“, dann talaufwärts die anderen Quellen, ') T. Sabb. 12(13),13 p. 127 Z. 19-24; in j. 14,3 f. 14« Z. 66 steht gerade im entgegengesetzten Sinne pirne רוומין בים הביול ובס• טיבריא אעם״י שהוא לרסואד. usw! mit der Klausel בלבד שלא •שהא. Zwei sich widersprechende ganz ähnliche Barajthas sacht schon b. (Sabb. 109*) aaszagleichen. ף M. Makhä. 6,7. Zu ימאי; נקיים ygl. Sabb. 110•:׳ das ״Baum-Wasser" — der erste Becher davon macht bereits weichen Stuhl (סיסי), der zweite führt ab (סשלשל), der dritte — wie er hineinging, 80 kommt er hinaus (rein) •) j. Nidda 2 f. 60b z. 10, vgl. b. 21». 4) s. Dechent a. a. 0. S. 179. Nach Seetzen (Reisen I, 349) wäre Tiberias eines der besuchtesten Bäder, wenn es in Europa läge. *) Antoninus Martyr c. 7 (p. 8 ed. Tobler) nennt sie thermae taisae; Reland, Pal. II, 1039 weiss noch, dass die Talmudisten eie סרים bitter nennen (wo?). Zwei Quellen süssen Wassers kennt anoh Edrisi (ZDPV 7,186). Für alle• Übrige aus neuerer Zeit verweise ich auf L. A. Frankel, Nach Jerusalem, II, 364 (auoh bei Wiesner, Scholien zum babyl. Talmud, II, 86) und auf Dechent a. a. 0., der för Tiberias eine Geschichte von fast zweitausend Jahren requiriert. S. noch die ■chOoe Schilderung im Kalender ״Jerusalem“ von M. A. Luncz, 11. Jahrg, S. 10—26. Baedeker, 6. Aull. 8. 219.