Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 56)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Abraham Sarsowsky. 136 \ L. c. col. IV 43 (p. 206) ist die Rede von dem ״Tor der Länder“ {abul mätät[i. . .]). Das ״Tor der Länder“ muss das ״Tor der Unterwelt“ sein. Vgl. oppos. hebr. הקזמים "W: das ״Tor des Himmels“ Gen. 28,17 und babyl. markas SamS u irfitim. L. c. col. V 48 (p. 208) mit Bezug auf den Edelsteinpark heisst es: {abnu) sämtu na-Sa-at i-m-ib-ia: der ״Graustein“ (ein gewisser Edelstein) trägt seine Frucht. Das ״Fruchttragen“ des ״Grausteines“ charakterisiert die göttliche Ausersehung desselben. So ist auch das Fruchttragen von Aarons Stab (Num. 17,23) ein Vorzeichen sfeiner Ausersehung. —־ Zu dem Zeile 49 angewandten Ausdruck a-na da-ga-la täbat vgl. den biblischen Ausdruck וכי תאוה־הוא לעיגים Gen. 3,6. Natürlich ist auch da von den heiligen Götterbäumen die Rede. — Zeile & l ist a-ma-ri §a-a-ah ein Parallelismus zu ״dagala täbat“; säfytt hebr. צחה |ימא Je8. 5,13. Tafel XI 21—22 (p. 230) heisst es: ki-ik-kiS ki-ik-kik i-gar i-gar. ki-ik-ki-ku Si-me-ma i-ga-ru hi-is-sa-as: (Ninigiazag-Ea hatte mit ihnen (mit \den Göttern) geredet und erzählte ihre Rede einem Rohrhaus): ״Rohrhaus! Rohrhaus! Wand! Wand! Rohrhaus höre und Wand verstehe!“ usw. Zu dieser Stelle vgl. Jensen, Kommentar p. 483, der mit Recht Delitzsch’ und Haupt's Übersetzungen abweist. — Allein Jensen bietet auch keine nähere Aufschlüsse hierzu. Nun wissen wir aus vielen Talmudstellen, dass der ״Himmelsvorhang“ (וילון, Velum) oder die ״Himmelswand“ (פרגוד IlaQayavdis?) dazu bestimmt ist, um die direkte göttliche Offenbarung den Profanen und Totengeistern unzugänglieh zu machen. Die Profanen hören die göttliche Stimme hinter der Wand. Daher die bekannten Ausdrücke im Talmud: כך שמעחי מאחורי הפרגוד: also hörte ich hinter der Wand (Sanhedrin 89); חברתי מה שמעה מאחורי הפרגוד: Freundin, was hast du hinter der Wand gehört? (Berachoth 18b); :רצוננו לשמוע מפו מלכנו לא דומה שומע מפי פרגוד לשומע מפי מלך muss auch da» Wa88erau8gi6B8en in den Nacbbarschaftsh&usern des Verstorbenen betrachtet werden, ein Brauch, der noch heutzutage bei den Juden flblich ist. — Zu der von Zimmern KAT9 p. 640 aus KB II p. 193 zitierten Stelle ist auch Jer. 41,7 heranzuziehen, wo es sich offenbar um ein Toteuopfer handelt. Das Schlachten in drüben und Rinnen ist daher nach dem Talmud verboten.