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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 54)
Language
German, Hebrew
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134 Abraham Sarsowsky. stier“ (alü) irgend ein Krankheits- oder Sturmdämon wie utukku und ekimmu. Eine gewisse Ideenverwandtschaft mit diesem ״Himmelsstier“ scheint mir in der talmudischen Schilderung des ״ Kefeb “ (ין$ב) vorzuliegen. Eine Midrasstelle erzählt uns: ״Als Moses den Sinai bestieg, bekam er Furcht vor den dort wohnhaften Dämonen und stimmte daher ein Beschwörungslied (שיר של פגעים) gegen sie (nämlich Psalm 91) an. Mit Bezug auf die Worte 3 ישויי ^הו״יםt?j5tp (Ps. 91,6) heisst es dort ferner: die Gelehrten sagen, Keteb ist ein Dämon, nach R. Abba bar Kahna heisst er Keteb, weil derselbe den Lauf des'Tages vom Anfänge der vierten bis zum Ende der neunten Tagesstunde abschneidet1), nach R. Levi heisst er Keteb, weil er den Lauf der Mittagszeit vom Ende der vierten bis zum Anfänge der neunten Tagesstunde plündert usw.; sein Haupt ist dem Haupte eines Stieres (עגל) gleich, ein Horn steigt aus seiner Stirn hervor und es rollt sich wie ein Krug. Nach einer andern Tradition ist der bittere Keteb (קטב קןריךי) voller Schuppen, voll Haare, voll Augen, in seinem Herzen hat er ein Auge fest sitzen, und wer dieses erblickt, fällt hin und stirbt (Num. r. par. 12)“. Nach einem andern Midras gibt es zwei Dämonen des Namens Keteb, der eine herrscht am Vormittag und der andere am Nachmittag, der des Vormittags heisst ״der giftige (bittere מרירי) Keteb“ und sieht aus wie ein Krug mit ״Mehlbrei(?)“, in welchem der Kochlöffel umriihrt: derjenige aber des Nachmittags sieht aus wie das Horn einer Ziege, und es geht in ihm herum wie ein Sieb (Midras Tilliin zu Kap. 91)?)“. ') Zu dieser Auffassung von Keteb vgl. bebr. קם ף und den babyl. Ausdruck ״i-ka-tap“ Tafel X 29 (KB VI 216). Mit dem ״abschneiden der Tagesstunde“ ist das Verdunkeln des Tageslichtes gemeint. 6s handelt sich hier um die Beraubung der Morgensonne durch den Sturmdämon Keteb, wie in der Legende von Zü, dem Sturmvogel. Oie babylonischen Wind- und Sturmdämonen haben in bildlicher Vorstellung die Gestalt von Vögeln und Stieren. IV lt. 23 No. 1 ist die Rede von einem Stier als ״Kind des Gottes Zü*. Git-gal-lum gü-nuifc-hu: der grosse Stier, der erhabene Stier (IV R. 23, 9) soll nach Harper, Beiträge zur Assyriologie, Bd. II (1894) p. 417 die Regenwolke 8Sin. *) Möglicherweise ist der sagenhafte Behemoth!בועוות) oder ״der grosse Stier“ (שור ד,גדול) ein Prototyp des ״HimmelsBtieres“. Nach dem Midraä Levit. r. par. 13 bilden der ״Behemoth“ (בהמות) und Ltvjathan die

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