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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 53)
Language
German, Hebrew
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Sachliche and sprachliche Aufschlüsse zum Gilgamei-Epos. 133 r und muss mit einem Segenspruch und Unterhaltung in einem Thoragespräch v verbunden werden. Drei, die zusammen an einem Tische speisen und kein Thoragespräch fahren ist es dem gleich, als ob sie von einem Totenopfer gegessen hätten 1). Der Segenspruch nach der Mahlzeit muss ausgeübt werden, währeud Speisereste auf dem Tische noch liegen. Diese Speisereste spielen noch heutzutage bei einem grossen abergläubischen Teil des Volkes unter dem Namen ׳1£יץים (Reste) eine gewisse Rolle2). Das Gnadenbrot heisst noch jetzt beim Volke mit Bezug auf eine Talmudstelle Berachöth 58 b 3נהסא דביסיפא). Nun gab es bekanntlich im babylonischen wie im hebräischen Kultus ein freiwilliges Opfer (nindabü קרבן נדבה), das speziell von ״Brot“ oder ״Backwerk“ (vgl. חפ;ים <5י(ים ,רקיקים ,חלה und kamänu, taklimu, libbu, tuppuntu u. a.) dargebracht wurde. N Als Symbol dieses ״Brotopfers“ müsste demnach das Brot der gewöhnlichen Mahlzeit gelten, von dem man Reste für die Götter stets übrig Hess. Somit haben wir einerseits einen Anhaltspunkt für die kultische Bedeutung der Speisereste im Volksleben der Juden und andererseits die Grundbedeutung von kusapu — ביסופא als ״Spendebrot für die Götter“ erwiesen. Tafel VI 94 (p. 172) berichtet uns, wie auf Verlangen der Istar ihr Vater Anu den ״Himmelsstier“ (alü) schuf, der späterhin von Gilgames erschlagen wird (p. 176 Z. 170) und Z. 188 — 191 (p. 176) wird der Umfang seiner Hörner folgendermassen geschildert: ku-bur kar-ni-Su u-na--du mare um-ma-ni. Seläää manu ta-a-an (abnu) ak-ni Si-pi-ik-Si-na. kin-nu u-ba-ni-e a-an ta-afy-ba-tu-Si-na. 6 OUR Samni $i-bit ki-lal-le-e: den Umfang seiner Hörner staunen die Handwerker(söhne) an: dreissig Minen Lazurstein ist ihre Masse, 2 Finger (ist) ihre tähbatu, 6 Gur Ol, den Inhalt von beiden usw. Nach Jensen, Kommentar 1. c. p. 453 ist der ״Himmels- *) Sprüche der Väter Kap. 3, Miänä 4:!שלשה שאכלו על שולח! אחר ולא *פר pro •על>ו דבר• תורה כאלו אכלו סוכה. Das Einsegnen der Opfermahlzeit findet sich schon 1. Sam. 9,13. *) Einzelne Brocken (Speisereste) darf man nach Sabbath 140• nicht essen. Dieselben werden wahrscheinlich aus kultischon Gründen heilig gehalten. Es gab ja auqh eine spezielle Brocken-Minka 8ר.ים nnpj Lev. 6,14. ') Bemerkenswert ist, dass diese Talmadstelle von Weizen- und Gerstenbrot spricht, die ebenfalls auf die Strasse gestellt (geworfen?) werden.

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