Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4869944-6026858-6026912--0271-4870216- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
124 Hermann Pick. In einer dieser Urkunden, einer Belehnungsurkunde, des Königs ASsuretililanf (nach Delitzsch, Herrscherliste, er. 626 vor der gew. Zeitr.) No. 650, Rev. 6 heisst es zum Schluss: i-na TAK S1D (kunuk) §arru-ü-ti-$ü, Sd la Sü-un~ni-e ik-nu-uk-ma: mit dem Siegel seines Königstums, das nicht!zu widerrufen ist, siegelte er. 3) Zu einer kleinen Nüancierung im Verständnis eines oft wiederkehrenden Ausdrucks bei Ezechiel und ebenso einer Psalmstelle kann uns vielleicht das Assyr.-Babyl. verhelfen. a) ״Hesekiel nennt Israel mit Vorliebe ״Haus Widerspenstigkeit“ '1־!p י״;3יח*]!? ist für ihn fast nomen proprium.“ (Bertholets Komm.). Das klingt 80 sehr an die Bezeichnung der Israeliten in den Keilschriften als Bit-Humria, Bit-Omri an, dass man fast glauben möchte, der Prophet will darauf anspielen. b) Ps. 60,10 ff. und die Parallelstelle Ps. 108 wendet ganz eigentümliche Bilder an. Da heisst es ואפרים £ע1ז רא'$י יהודה מחוקקי.. Juda als Gesetzgeber ist Anlehnung an die Stelle aus dem Segen Jakobs. Was von Ephraim ausgesagt wird, scheint uns auf den Namen anzuspielen und zugleich mit dem folgenden Juda betreffenden Bild, (Szepter!) zusammenzuhängen. Ephraim wird als Dualbildung eiues Nomens vom Stamme אפר angesehen, der in der Bibel allerdings nur einmal vorkommt (1 אפר. Kön. Kap. 20, 38, 41), im Babyl.-A88yr. aber häufig ist Er bedeutet eine Kopfbedeckung antun, besonders Helm und Krone, vgl eine Reihe Von Stellen bei Delitzsch Hwb. Das Bild ist also durch den Namen hervorgerufen und wenn wir מעוז nicht direkt als Helm, Schutzwehr fassen wollen, was allerdings das natürlichere ist, sondern freier als Krone, so hätten wir Krone und Szepter in dieser Verse beieinander. ' Nebenher noch ein paar Worte zu dem folgenden: סאב?]יררח^י. Moab ist mein Waschbecken. Die Kommentare erklären richtig, dass Moab als künftiger Sklave Israels chip’akterisiert werden soll, die Sklavin, die ihrer Herrin die Füsse wäscht. Das erinnert uns an den Text C. T. II, 44 (vgl. Meissner, Assyr. Studien III, S. 45), wo einer Schwester, die die ״ה$ Nebenflau der andern ist, die Verpflichtung auferlegt wird Si-b ,x i-mi-zi-i. Die Füsse der ,x wird sie waschen 1