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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German, Hebrew
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108 Samuel Krause. gemeines gewesen sein, da Josephus in der Bitte des Johannes, sich dort aufhalten zu dürfen, nichts Auffallendes findet In dem nun wütenden Kriege, wo die Römer auch bei Emmaus ihr Lager aufgeschlagen haben, wird das Bad viel gelitten haben. Bis zum Jahre 100 stand T. unter der Herrschaft des Landesfürsten Agrippa II., und selbst unter diesem jüdischen Fürsten wird das Bad ganz heidnischen Charakter angenommen haben, um so mehr noch in der darauffolgenden unmittelbaren römischen Herrschaft. Ganz passend war es, dass unter Trajan hier eine Münze mit dem Bilde der Hygieia geschlagen wurde. Unter Hadrian begann man mit dem Tempelbau des Hadrianeums, ein gewaltiger Bau, der allem Anscheine nach gerade an der Stelle der Bäder gestanden ist, denn im 4. Jahrh. wollte man den Bau in ein öffentliches Bad verwandeln, und nur dem eifrigen Konvertiten Josephus gelang es, eine Kirche daraus zu machen 1). Mittlerweile hat sich aber in Tiberias auch ein starkes jüdisches Element sesshaft gemacht, so dass T. vom 2. Jahrh. an eine Hochburg des rabbinischen Wissens geworden ist. Es lässt sich annehmen, dass von da an viele Badebestimmungen in rabbinischem Geiste getroffen seien, wenn auch natürlich die rabbinischen Gesetze nur für jüdische Badegäste geltend waren. Berühmte Rabbinen des 2. Tannaitengeschlechtes baden daselbst, worüber sich uns folgende, in vielen Zügen lehrreiche, wenn ') j. Terumoth 8 Ende, f. 46» oben; deutlicher in Genes. Rabba 63,8, wo der uns interessierende Satz: •נחח רני «סואר כי נחמן לססח nicht deutlich sagt, dass es das bekannte Bad von Tiberias gewesen. Über das rätselhafte Wesen, das hier nach R. Nathans und älterer Kommentatoren Vorgänge ״Badedämon* genannt wurde, 8. die kulturhistorisch wichtigen Ausführungen von M. Sachs, Beitr. sur Sprachu. Altertumsforschung, II, 116, Berlin 1854. Der ״Geist“, den wir oben aus Lev. Rabba 24,3 hatten, und der ״Engel* in Johann. '5,2 f. gehören in denselben Kreis. Hinsichtlich des politischen Inhalts der Anekdote s. Graetz, Gesch., IV, 3. Aufl., 279. Das Wort ארגנטין (s. Lehnwörter 2,126) übersetzt Graetz ״Spassmacher‘, was nur aus dem Zusammenhange erraten ist; vgl. indes den prS im Bade von Tiberias j. Berach. 2,8 f. 5« Z. 63. Nach j. gab es eine ״Spassmaoherei“ gar nicht; nach Gen. R. allerdings ליססחי ואחא הדק ארגיניטון סגחיך וסרקד קדטיהח pSj ״sie gingen hinein baden, da kam jener 'א und hüpfte und sprang vor ihnen*׳ Danach scheint so was in den Bädern Sitte gewesen zu sein, und wir haben in jenem 'א wahrscheinlich eine ständige Figur der römischen Bäder sU erblioken.

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