Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Bad und Badewesen im Talmud. 107 &ovs, früher las man ׳Appaov!;) heisst“, während er sonst die Thermen in Tiberias selbst sein lässt, demzufolge, sagen, dass 'es ein innerhalb Tiberias gelegenes Hamath und ein nördlich von der Stadt gelegenes £mmaus gebe. Nun sind aber die etwa 40 Minuten nördlich von der Stadt gelegenen Wasser zu unbedeutend, als dass Josephus diese und nicht die allbekannten im Süden der Stadt sollte genannt haben; da er aber nirgends zweierlei Quellen nennt, so muss er die im Süden meinen, und auch die Rabbinen, die doch so vieles von T. berichten, sprechen mit Sicherheit immer nur von denselben Quellen, also von den südlich von der Stadt gelegenen. Auch haben sich südlich gewaltige Mauerreste erhalten, welche von dem von Josephus erwähnten Römerlager bei Empaaus herrühren mögön, ein Beweis, dass dieses Emmaus südlich von T. liegt. Emmaus und Ammathus (= חמתן) sind eben identisch, ebenso wie das Hamath bei Gadara mit dem ‘Eppa&ä des Eusebius und dem heutigen d-hamma identisch ist1). Wenn aber Josephus zuweilen die Thermen in Tiberias sein lässt, so meint er damit bloss die Zugehörigkeit des Ortes Emmaus zum Stadtgebiete von T., v ebenso wie wir in etwas späterer Zeit im Talmud die ausdrückliehe Versicherung hören, dass der Badeort sich allmählich mit Tiberias verschmolz2). Die Geschichte des Bades kann nach den Arbeiten Dechents kurz skizziert werden. Einen grösseren Aufschwung wird der Badeort erst seit der Gründung der Stadt Tiberias (20 n. Chr.) genommen haben und ist dessen Geschichte seitdem mit der von Tiberias eng verknüpft. Bald darauf kennt bereits der ältere Plinius3) diese Thermen. Dann beschreibt sie Josephus sehr häufig, der auch erzählt, wie sein Feind Johannes von Gischala sich zum Scheine in dem Heilbade aufhält, um ihn, den Josephus, zu vernichten * *). Demnach muss die Benützung jener Heilbäder in den damaligen Zeiten etwas All- ') PI in. H. Natur. 6,16: Tiberiade aquis calidia saiubri. ף B. J 2,21,6 u. Vita c. 16. *) Epipbanius, Haer. 30,12; Sepp, Jeras. II, 162; Dechent a. a. 0. 8. 181. 4) j. Sanh. 7,13 f. 26<*. Anfang hoVi Jpä/ua עיבדא. In Sachen des טין Judenchristen, der dabei figuriert, s. die Diskussion bei Herford, The Chrittianity in the Talmud, p. 112 f.