Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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104 Samuel Krauss. können nur einige konkrete Fälle herausgehoben werden. In f der See bei Askalon badete einst der Proselyt Akylas (אונקלום), nach anderes auch der Patriarch R. Gamliel II 1). Einer verunglückte einst beim Seebade in ’Asia2). Sehr anschaulich ist der Fall, dass einer, der sich rituell zu baden hat, beim Sonnen- Untergang auf der Karmelhöhe sich befindet und dann sich im grossen Meere (ים הגדול) badet (j. Berach. 1, 1 f. lb Z. 65). Vgl. b. Sabb. 35®. Natürlich ging man nicht gerade in die offene See hinaus, sondern verharrte schön beim Ufer; ausdrücklich wird auch der Hafen (גמל ktftyv) dabei genannt, nur sollte sich zu rituellen Zwecken eine Frau nicht im Hafen baden, weil die Schiffe Schlamm aufwerfen und zwischen dem Körper der Frau und dem Wasser eine ״Trennung“ verursachen, die eben, wie erzählt wurde, für die Samuel’schen Schwestern vermieden wurde3). Folgender Vorfall belehrt uns bezüglich einiger Details: ״R. Jose b. Jose reiste zu Schiffe, da sah er einen Mann, der sich an ein Seil anhand, um sich herunterzulassen und zu baden; er sprach zu ihm: Lasse dich in keine Gefahr ein! Jener sagte: Ich will essen [d. i. in levitischer Reinheit und muss vorher baden]. Er sagte: Esse [ausuahmswoise] 80! Jener sagte: Ich will trinken. Er sagte: Trinke 80! Als sie in den Hafen kamen, sagte er: Dort habe ich es Dir nur wegen der Lebensgefahr erlaubt; hier jedoch darfst Du, Mann, so lange nicht essen, bis Du gebadet hast“ (j.Berach. 3, 4 f. 6° Z. 63). Man kannte wahrscheinlich die auch heute übliche Methode, in das Meer gewissermassen einen Kasten hineinzubauen und darin in Sicherheit zu baden*). — In Be- *) b. Nidda 67* oben. Zu •:•ברו ib., womit sich schon Raäi plagt, das vielleicht von רד• abznleiten ist, 8. Levy, Ncuhebr. Wörterb. 1,378, der nach ‘Aruchs Leseart 'דידיוג, Hüpfen, Springen, erklärt: d. i. der Sohlamm, der event. der Frau anklebt, fällt durch Hüpfen und Springen im Wasser herunter. R. Nathan selbst (8. v. אדוותא bei Kohut 1,33) gibt ״Wellen“ dafür. Kasuistisch spricht man oft vom Tauchbad in der Welle (bi). ף M. Mikw. 6,6 השידה והתיבה שבים בו׳; natürlich gelOchert. Dort auch pr u. .קו6ה תולדות האור (• b. Sabb. 39» 8. dazu Wiesner, Scholien, II, 86 f. Nach b. Pesach. 41» kein תולדות אש• ‘) j. Sabb. 7,3 f. 10b Z. 69, vgl. b. Pesa^. 41». An beiden Stellen handelt es sich um das Kochen am Sabbat und um das Kochen des Paska. 1