Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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100 Samuel Krauss. /* hören, und sieht man sie heute noch mit ihrem klaren Wasser und kühlender Wölbung in grosser Schätzung bei den Arabern. Wenn die llisna von dem Tauchbade des Nazir spricht, so nimmt sie als typisch ein Tauchbad in der Höhle an; dieselbe Lokalität dient als kühlender Aufenthaltsort1), was uns begreif• lieh macht, dass jene Kranken im Evangelium als eigentliche Quellenbewohner geschildert werden. Um einen Kranken, wie im Evangelium, handelt es sich in folgendem Falle: Ein Blinder stieg in die Höhle hinab, sich unterzutauchen; [da er lange nicht herauskam], stieg dem sein Führer nach, und beide ver• blieben solange, bis ihre Seele entwich; 80 hat man denn auch ihren Weibern gestattet, sich wieder zu verheiraten2 *). Das Ereignis ist am besten 80 zu verstehen, dass das Wasser der Höhle unversehens auf einmal hochging und den Menschen Qefahr brachte: eine Analogie zu jener ״Bewegung“ im Evangelium und Midrasch, wozu übrigens die Siloa-Quelle mit den gleichen Naturerscheinungen, die heute noch wirken, ebenfalls eine Analogie liefert. Auch die Olkelterer und Weinleser, bevor sie an die Arbeit gingen, nahmen ein Tauchbad in der ersten besten Höhle8). Das so sehr landesübliche Baden in der Höhle wurde, im Gegensatz zu den Thermalbädern, die möglicherweise am Sabbat zu heizen waren, ausdrücklich auch am Sabbat erlaubt4 * * *). ■) M. Jebamoth 16,4. *) Mi Tohar. 10,3 ניק שהכניסן דרשות המערה usw. ף j. Sabb. 3,2f. 6» Z. 33 עד שהתירו דהן מי מערה וחטי טבריא. Ib. wird zitiert M. Sabb. 22,6 הרוהץ במי מעיה ובמי מבריא. Ich möchte dabei bemerken, dass רחץ hier offenbar baden heisst, nicht waschen (etwa Hände u. Füsse). ,4) b. Sabb. 14» im Namen R. Assis:שבחחדה היו מובליין במי מערות מנוגסין וסרוחין; wogen 3״ bog“ s. Margo daselbst. Ich versuche hier die in unseren Quellenschriften erwähnten verftchiedenen Wasser zu gruppieren: 1. Obenan steht das Urwasser (vgl. המים עודים מן התהום Exod. R. 16,7. Brunnen. Andere Stellen 8. bei Levy 3,97). 2. מיס חיים lebendiges W. (notwendig ftlr Samenflüssige, Aussätzige und für die Bereitung des Süsswassers aus der Asche der ״roten“ Kuh): M. Mikw. 1,8. Dahin gehören: Quellen (מעיינות), überh. fliessendes W. (נוהיין oder זווזלין), u. zwar können fliessend sein auch!״ מיס מוכיgeschlagene W.“ M. Mikw. 1,8. Sie werden definiert als salziges und laues W. und sind untauglich zu Sühnwasser, wie auch die temporär versiegenden W. (המים המכזבים) M. Para 8,9; als Beispiel wird in der Tos. der Bach יורדת ה*לטון genannt. Einige palästinische Flüsse gelten als Sumpfwasser (סי ב»ים); der Jordan und der Jarrnuk (Hieromax) sind Mischwasser (מ• תערובות), d. i. sie entstehen aus mindestens