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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German, Hebrew
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Bad and Badewesen im Talmud. 99 v hindurch keinen Menschen behelligt habe, nun ein böser Geist kommen werde; den sollen sie, bei wachsendem Tage, wenn sie das Wasser in Agitation sehen würden (ובד אגון חסיין ערבוביא דמיא), mit dem Getöse von Beilen, Hacken und Schaufeln heraustreiben, was auch geschah, und man will sogar Blutstropfen an der Wasserfläche bemerkt haben 1). Auch jene Quelle von Bethesda wird von Eusebius und Hieronymus als von wunderbarer Blutfarbe beschrieben, weshalb sie sie mit den Tieropfern des Heiligtums in Zusammhang bringen und damit auch den Ausdruck ״beim Schaftore“ (nqoßaitxr!) erklären. Lange Zeit hielt man den ehemaligen Birket Isra'in (= Israelteich) für <Jen Bethesda-Teich2), aber sicheres kann man da nicht sagen, und auch die Beschaffenheit der Quelle, deren Wasser so heilkräftig gewesen sein 8011, ist unbekannt. 2. Gruben, Zisternen, Höhlen (סערות ,שיחין ,בורות). Diese drei werden sehr häutig zusammen genannt, sowohl wenn es sich um Trinkwnsser, als wenn es sich ums Baden handelt. Wir lesen z. B.: ״Der Arbeiter, der für die Allgemeinheit Höhlen macht, darf sich darin Gesicht, Hände und Füsse waschen, ausser wenn seine Füsse mit Kot und Unrat beschmutzt waren; in einer Zisterne und in einer Grube ist es sowohl in dem einen als in dem anderen Falle verboten“•* *). Namentlich die Höhle, wie sie in den zerklüfteten Gebirgen Palästinas sehr tiäufig zu finden ist, wird zu den Landeseigentümlichkeiten ge- ') Vgl. Baedeker, Pal. S. 60. Eine andere Identifikation ist die mit dem heutigen Hammäm ti-Sifa (Baedeker, S. 67; der Urheber ist wohl Sepp, JeraBalem I, 272; vgl. auch ZDPV 7,206). Eusebius und Hieronymus schildern einen Teich, der aus zwei Bassins besteht, wovon der eine sich mit Winterregeh füllt, der andere sich rötlich zeigt, und dieser Doppelteich 8011 der Bethesda-Teich sein. Der Pilger von Bordeaux (piacinae, gemeUares quinque porticus habentes) und Antoninus Martyr (Itinerarium ed. Tobler, St. Qallen 1863 p. 29): venimua ad piscinam natatoriam, qtutt qutnque porticus habet, dürften gleichfalls unser Bethesda meinen; pisc. natatoria Schwimmteich, wohl im Gegensätze zum Trinkteich. *) T. B. Mezia 11,31 p. 397 Z. 21. Das דרבים ist zu verstehen wie ih. vorher Z. 16 הח81ר בור דרניס. Es waren das also öffentliche Anlagen. In M. Bi Bathra 2,1 sind es private Anlagen; vgl. ib. 3,1; M. B. ]£atna 5,6. Definition der drei Arten s. in b. B. I£ama 501>, vgl. Ra&i in b. Beza 29» u. zu M. Taanith 18 b. •) M. Nazir 9,2 בסערה SuoS יצר ירד: (ib. הסערה *e ו:ם*א סח ווף עי, in ed. Lowe richtiger 6נ• המערה Sy); ib. משוקע בקרקע הסערה; ib. ירד %הקר.

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