Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
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Bad and Bade wesen im Talmud. 97 doch hat sich der Aussätzige bereits am Abend vorher in.״lebendem“ oder ״fliesseudem“ Wasser, d. i. in Quellen und Flüssen, den natürlichen Bädern, gebadet. Eine Badevorrichtung gab es ferner auf dem Ölberge* *), und es besteht die Möglichkeit, dass sie unterirdisch mit dem Siloa-Quell in Verbindung stand. Damit kommen wir zu den Badegelegenheiten, insoferne dieselben auf natürlichem Wege sich von selbst darbieten. 1. Quellen (2(מעיינות). Wegen seiner Wichtigkeit für Jerusalem und geschichtlich steht hier obenan die Öiloa-Quelle. Darin befahl Jesu den von ihm geheilten Blinden die Augen zu waschen (vitpew)•, hier findet sich nämlich ein Platz zum Waschen, Baden oder Untertauchen (xolvpßij&Qa)s), und wurde dieser Ort seitdem sehr berühmt. — Über die Lage von Siloa 8. die topographischen Beschreibungen von Jerusalem4). Durch Ausgrabungen hat man hier in der Tat Reste einer Bäderanlage, wol aus herodianischer Zeit herrührend, gefunden, 8. Baedeker, Pal. und Syrien, 6. Aufl., Leipz. 1904, S. 75. Die Rabbinen aber kannten ein Tauchbad im Öiloa-Quell nur noch als Ideal, als etwas, das der Wirklichkeit entrückt ist5); dies macht wahrmüssen nach biblischer Vorschrift in ״lebendem•‘ Wasser (סיס חיים Lev. 14,6) ein Tauchbad nehmen. Vgl. Midr. Tehillim zu 104,9 (p. 442 ed. Buber), wo zu den Worten הטשלח טעינים בנחלים R. Iüma'el bemerkt: איי! טקוואות שטובלים בהם בעיי נגעים usw., vgl. Jalkut Psalm § 862. ' *) M. Para 3,7 ובית טבילה היה שם bei den Agenden der ״roten“ Kuh; in T. 3,9 p. 632 Z. 23 טקוס גיתה וטערנתה ובית הטבילה היו הלולץ mit der Begründüng ספני קבר התהום. Vgl. dazu M. Para 3,2, T. 3,2 p. 631 Z. 31, wo man sieht, dass die unterirdischen Gilnge bis zur Quelle §iloa führten. *) Von der ״Quelle“ als Bad ist im Traktate Mikwaoth viel die Rede. Ib. 6,6: הזווזלין כטעין והנוטפץ כקווה, fliessende Wasser gehören zur Kategorie ״Quell“, tropfende Wasser zur Kategorie Mikwa. 1b. gleich die Rede von זב und זבה. Wichtig auch T. Mikw. 1,14 p. 663. tT. Para 6,9 p. 636 Z. 6 טעיין היורד לטנתשת eine Quelle, die in eine Senkung fliesst; vgl. Zef. 1,11 הטבתש. 9) Joh. 9,7. Vgl. die xoXvftß'&fa von Bethesda, ib. 6,2. Auch das heisse Wasserbad innerhalb einer Badeanstalt nennt Dio Cassius 66,7 xoXvfißiflfav 9t(f10? ZSaxot•, 8. darüber Becker-Göll, Gallus, Berlin 1882, III, 138. *) S. Zeitschr. d. Deutsch. Palästina-Vereins (= ZDPV) 6,20öf. *) j. Taan. 2,1 f. 66» Z. 70 בידו שי אדם אפי, טובל בטי שילוח או pcn אם יהיה בטי בראשית אין לו טהרה עולמית; vgl. Threni Rabba zu 3,40 (נחפשה דרבינו), wo gleichfalls טי בראשית, sonst aber lautet der Midrasch mehr wie die Talmud- Stelle in b. Taan. 16», wo dafür נל מיטות שבעולם steht; an beiden Stellen fehlt die Erwähnung des Siloa.