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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German, Hebrew
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! 94 Samuel Kraus!. z־' die also mit jenen hemerobapiistae in diesem Punkte ähnlich sind, ohne dass man -darum das Recht hätte, in firnen eine bestimmte Sekte zu erblicken. Der Beweggrund ihres Vorgehens ist aus dem Talmud klar ersichtlich: sie rechneten mit der Möglichkeit einer nächtlichen Pollution, die nach Deut. 23, 12 ein Tauchbad nach sich zieht1). Aus demselben Grunde wurde ja oft, wie es Fakta dartun, selbst am grossen Versöhnungstag ein Tauchbad genommen*). Ähnlich ist das Baden nach der Kohabitation für beide Beteiligten (Lev. 15, 18). Über den Grund, u. z. als ob es sich um eine rabbinische Institution handeln würde, äussert sich ein Lehrer im Talmud in sehr klarerWeise1); und da die Parallele statt ״Israel“ ausdrücklich nur die ״Gelehrten“ als Teilhaber der Institution nennt, so ist schon daraus zu ersehen, wie weit der Talmud davon entfernt ist, solche Bäder allgemein für obligatorisch zu erklären4). Auch besitzen wir die bemtt88igen sie sich in 40 Sa‘ah zu baden, es' wäre ja statthaft in 9 Kab! Warum ein Tauchbad nehmen, e! wäre ja statthaft durchs Hinreichen (נתעה) (von 9 l£ab Wasser]! Nach j. Beraoh. 3, 4f. 6« Z. 20 war es R. Chäninä |b. ChAmäj, wahrscheinlich in Sepphoris, der die טובלי שחרית in einem öffentlieben Bad (8 ,דיטוסין. w. unten) zurechtgewiesen hat; es waren zwei Groppen, die ganz zeitlich («בקיעות), und solche, die am Morgen (ב6רא) badeten; auch sind die öffentlichen Bäder warm, während jene rituell vorgehenden Morgentäufer gewiss kalt (s. w. unten) badeten. ') b. B. kama 92 *>. Eine der Institutionen ‘Ezras. Dieser Zusammenhang ist von Hamburger (Realencyclop. des Judent., Abt. III, Suppl. 3, S. 70 ״Morgentäufer“) ebenfalls erkannt worden. *) Beide Talmude a. a. 0. Berach. b. 22«, j. 6«. *) j. ib. R. Jakob b. Abun: כי ע*םן לא התקינו את הטבילה הזאת אלא שלא •רו ישראל כתרנגולין הללו טשטש טטתו (ועולה) ויורד ואוכל. In b. 22* R. Jose b. Abin (offenbar derselbe wie in j., nur ist '< (= יוסף) in Jakob oder umgekehrt verschrieben worden) oder R. Jose b. Zabida: שלא •הי ת*ה טבויים אבל נשותיהם כתרנגול•. Der Vergleich mit dem geschlechtlichen Verkehr des Huhnes lässt den Ausspruch für identisch erscheinen. Sowohl im j. als im b. Talmud schliesst sich an diese Erörterungen die Erzählung an, wonach Einer (in j. ein Weingartenwächter) von der geschlechtlichen Verirrung nur dadurch zurückgehalten wurde, dass ein Tauchbad, welches nachher notwendig geworden wäre, nicht ,vorhanden war. In j. ferner ist die Anekdote mit der Magd Rabbis ganz ähnlicher Art. Im ersten Fall ist das Wort (in b) ריקא, im zweiten Fall das Haus Rabbis ein Fingerzeig, dass wir eB mit einem rabbinischen Milieu zu tun haben. 4) j. ib. R. Chijja b. ווה (= Abba): כל ע*םן לא התקינו אח הטבילה הזאת אלא ם»ני תלטוד usw.

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