Mannheim
Compact Memory

Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German, Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4869944-6026858-6026912--0239-4870184
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

92 Samuel Krause, f Eben in bezug auf das Händewaschen vor ,de!11 Essen wird auch die־ Notwendigkeit eingeschärft, die Hände wieder abzutrocknen, da ja sonst die unrein gewordene Flüssigkeit die erzielte Reinheit der Hände wieder aufheben würde. Auch das Gesicht muss abgetrocknet werden, und wer es nicht tut, dem springt, 80 lehrt Mar* *Samuel, die Haut auf und bedeckt sich mit Schuppen; zur Heilung wird Waschen mit Mangold-Wa&ser empfohlen1). Wie es manche Strolche mit diesem Abtrocknen hielten, lehrt der Fall, dass einer, der sich die Hände wusch und sie in dem Rock seines Mitmenschen abtrocknete (גנב), von Mar-Zutra als der Dieb erkannt wurde, der aus dessen Herberge vorher silberne Becher gestohlen hatte *). Zum Abtrocknen wird man sich irgend eines Stück Zeuges, eines Schwammes (ספוג), eines Bastes (גסי) und dergleichen bedient hüben 3). Siehe weiter unten beim ״Baden“. Das Waschen des Gesichtes wird in vielen Fällen mit dem Ordnen, wenn nicht gar mit dem Kämmen des Haupthaares verbunden gewesen sein, wie wir bereits gesehen haben, dass das gleiche Mittel, Natron und Sand, für beide, für Gesicht und Haar, verwendet wurde 4). Das Nähere wollen wir auch hier erst beim ״Baden“ behandeln. II. Vollbäder, kalt. Das Händewaschen der Pharisäer hat sich, 80 viel wir wissen, in zwei Fällen zu vollem Bade entwickelt bei den ') b. Sabb. 134 Preuss a. a. 0. S. 3. *) b. B. Mezia 24»: כר כ• רב ein Lernbeflissener wusch sich die Hände (nro) und trocknete sie (נגב) im Hocke («גלים) seines Genossen. *) M. Kelim 9,4 1 .סבוג שגל; סשקי! טם»ין ונגובb. יכן חתיבר. של לבת ושל גסי. Ich kann in diesem Zusammenhänge לבת nicht als ״Rübe“ auffassen, obwohl die Stelle im ‘ Aruch (6,64•) mit dem bekannten לבת Rübe in einem Artikel gebracht wird (wozu dann von חתיבה sprechen?) und die Wörterbücher ein besonders לבת nicht auffübren. Das Wort dürfte mit Vלבף ״wickeln“ ״umbinden“ zusammenängen, wie aram. «לבת in baulicher Hinsicht wirklich daraus gebildet erscheint (‘Aruch ib. «לבת). *) Vgl. damit den Satz b. Beracb. 16• (von einem pal&st. Rabbinen in Babylonien mitgeteilt): ״Wer (vordem Beten] kein Wasser hat, um sich die Hände zu waschen, der reinige (קנח) seine Hände mit der Erde, Gerölle und mit Holzsplitter“. Nach dem Verrichten der Notdurft wurde ein ähnliches Vorgehen befolgt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.