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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German, Hebrew
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Bad and Badewesen im Talmud. 91 dizinischer Verwendung1) und auch vom Trinken* *) des warmen Wassers, letzteres also innerliche Verwendung. Als Veranlassung zum Waschen hatten wir bisher die Morgen- und Abendstunde, und ist selbst am Morgen das Waschen sicherlich nur Privatsache. Anders ist es mit ein paar F&llen, in denen das Waschen pflichtgemäss (als טצוה resp. als חובה) zu erfolgen hat. Es ist das das Waschen der Hände vor dem Beten (vgl. b. Berach. 22 a), vor und nach dem Essen, nach der Harn- und Stuhlentleerung, nach dem Haar- und Nägelschneiden und bei ähnlichen Fällen (alle gut aufgezählt unter Hervorkehrung des ärztlichen Standpunktes von Dr. med. J. Preuss (in Berlin): ״Waschungen und Bäder nach Bibel und Talmud“, Separatabdruck aus der ״Wiener Medizinischen Wochenschrift“ 1904, eine Arbeit, der ich im Nachfolgenden vielfach folge). Die Anhänger Jesu haben bekanntlich das von den Pharisäern so sehr hochgehaltene Gebot des Händewaschens vor dem Essen (גטילת ידים)s) beharrlich ausser Acht gelassen (Matt. 15, 2 ff., Mark. 7, 3; in Luk. 11, 38 wird der Begriff ßami^stv baden unrichtig in die Sache gemengt); Jesu persönliche Auffas8ung wird auch in dieser Frage, wie in manchen ähnlichen, von den Evangelisten nicht mitgeteilt. ') j. Sabbat 9,3, f. 12• Z 39 Samuel lehrte: ״Nimmer 8011 man weder öl noch warmen Wasser der Wunde entziehen am Sabbat“, b. Sabb. 134•» V im Namen Rabs. ’) M. Beza 2,6: Beth- Sammai: Nicht soll man Wasser für die Füsse wärmen (auf dieses Beispiel ist vermöge des oben Besprochenen zu achten!), es sei denn es wäre getrunken zu werden geeignet usw. Vgl. b. Sabb. 39 >>. Der berühmte Samuel rief sogar aus: Was will da dieser Bösewicht! Ich trinke nur warmes Wasser! (j. Terum. 8,4 f. 46u Z. 23). *) Sämtliche in Betracht kommenden talmudischen Stellen über נטייה 8 ידים. bei M. A. Bloch. התקנזת mm •0*1 שער no. 27 (I, 74 f.), wo auch zu ersehen, dass רחיוות ידים ebenfalls dafür vorkommt. Ich glaube, dass wm auch ״baden“ bedeuten könnte und würde man דחף» ידים missverständlicher Weise auch vom Untertauchen der Hände im Wasser deuten können; man setzte darum den Ausdruck .גטייד fest, womit gesagt ist, dass die Art des Waschens die sei, dass man ein Qefäss in die Hand nimmt, aus dem man auf die Hände giesst. Die Ansicht, נטייה sei geprägt in Hinblick auf das Gefäss נט^א ,»נטי (das eigentlich griechisch ist, 8. Lehnwörter), wie Mussafia (bei Kohut, 'Aruch 6,334) und andere sagen, ist abzuweisen. Über die Institution und deren Zusammenhang mit dem Beben Jesu 8. einige Literatur bei Schürer Oesch. des j. Volkes im Zeitalter J. Chr., 3.-4. Aufl., II, 483.

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