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Haḳedem · 1907-09-25 · 3 (25.9.1907) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
3 (25.9.1907)
Date
1907-09-25
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Hebrew
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Bad and Badeweeen im Talmud. 89 lichem Schlaf am Morgen ungewaschene Hand zum Auge zu führen, hi^lt man für gefährlich, und so wurde des Morgens ein dreimaliges Händewaschen gefordert, wie es bis auf den heutigen Tag im jüdischen Hause Gesetz geblieben ist1); doch wird als Begründung das anständige Erscheinen vor Gott nicht minder aufgeführt* *). Das abendliche Waschen von Händen und Füssen hat seinen Grund, ausser der Wohltat des Waschens selbst, wol darin, dass Hände und Füsse durch die Tagesarbeit schmutzig geworden sind, wie wir in der Tat hören, dass nach beendeter Feldarbeit man am Abend kaum erwartete, sich vom Schmutz reinigen zu können3). Man hatte für die Fusswaschung, wie es scheint, eine eigene Wanne (עריבת הרגלים)*) in der Haushaltung. aus Unachtsamkeit, 8. Dikduke Sopherim z. St. und was am Uargo der Talmud-Aasgaben bemerkt ist; doch ist ein Verweis auf ‘Aruch nicht beweisend, weil R. Nathan den aramäischen, nicht den thannaitiscben Satz anfahren kann). Zu dem Worte: .Ein Tropfen Kaltes* bemerkt RaSi: .in das Auge zu geben*; aber so enge ist das Wort nicht zu fassen, sondern als Waschen des Gesichtes, wenn auch zunächst um die Augen herum, zu verstehen, was im Verhältnis zu ״Händen und Fassen am Abend“ noch immer nur ein ״Tropfen“ ist Aus dem bestimmten Anlasse heraus wird in diesem Satze nur vom Waschen des Gesichts, nicht auch der Hände, gesprochen, allein unmittelbar darauf (ib. 109• oben) wird auch von dem Waschen, und zwar dreimaligem Waschen der Hände des Morgens gesprochen. Gewiss aus dem Leben heraus stammt der Umstand, dass des Morgens kaltes, des Abends warmes Wasser erwähnt wird; des Morgens nämlich, wo die nächtliehe Unreinheit auf dem Menschen haftet, wartete der fromme Jude nicht erst auf das Wärmen von Wasser, sondern wusch sich sofort im kalten Wasser. Auoh die סיס מגולין, mit denen man Gesicht, Hände und Fdsse nicht waschen soll, wenn man einen Ritz (סירטא b. Lehnwörter) an den Körperteilen hat (T. Terumoth 7,14 p. 38), setzen kaltes Wasser voraus.’ ‘) b. Sabb. 109* Barajtha mit Ausspruch R. Nathans in der witzig poetischen Wendung: 'הו mspoi ״ בת חורץ היא זוsie (der nächtliche Geist der Unreinheit) ist eine Fürstentochter (רוח ist weiblich!) und so kapriziert sie sich nicht anders wegzugehen, als wenn man dreimal die Hände gewaschen hat*. In letzter Reihe 8. Schuichan ,Aruch 'Orach Chcyjim § 4 Absatz 2. *) Bar. b. Sabb. 60 b בשביל קונן, und gewiss so gemeint auch T. Berach. 4,1 p. 9 'ישתמש בו hS; vgl. Maimdni, Hilchoth ThefiUah IV. a) b. Be»a 18b (R. Nachman b. Isaak, ein Babylonier): Manchmal kommt der Mensch mit Kot und Schmutz besudelt vom Felde nach Hause, und so wäscht er sich auch in der Regenzeit (wenn nicht anders möglich, auch im schmutzigen Wasser). •) M. Jadajim 4,1 (die Worte R. ,Akibas: .עריבת הרגלים השמד, scheinen 7*

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