Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 3 (25.9.1907)
- Date
- 1907-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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gg Samuel Kraus«. r r• Haupte zu entfernen, durfte zwar das Kopfhaar selbst mit Natron (Soda) und Sand nicht abreiben (חפף), aber das Gesicht, die Hände und Füsse durfte er mit jenen Substanzen abreiben, ob zwar es unvermeidlich war, dass dadurch Härchen des Körpers entfernt wurden1). Wir erfahren zugleich, dass man zu Zeiten ausser. Wasser noch wirksamere Mittel an wandte, nämlich das Abreiben des Gesichtes mit Natron und Sand, denn offenbar ist das Abreiben in Verbindung mit dem Waschen gemeint, wie es noch heute zu geschehen pflegt. Man rieb sich das Gesicht ferner mit deth Pulver von zerstossenem Ziegel, ferner mit einer Art Seife, die aus Resten von Sesam, die man mit Jasminblute gemengt, getrocknet und zerstossen hat, bereitet ist, wie auch mit Pfefferstaub1). Die Anwendung dieser Substanzen erfolgte gewiss nur in Ausnahmefällen; für allgemein begnügte sich ,der Jude, indem er des Morgens sich in kaltem Wasser das Gesicht, vielleicht auch die Hände, abends in warmem Wasser Hände und Füsse wusch*). Die nach nächt- <c ') Barajtha b. Sabb. 60 b (der Anfkng der dort behandelten Barajtha befindet sich auch in T. Beza (= Jom Tob) 4,10 p. 208 Z. 16 ed. Zuckermandel. Dass in Babli infolge einer aufgeworfenen Frage das Abreiben mit Natron und Sand auf bartlose Menschen, wie auf Minderjährige, Frauen und Verschnittene, beschränkt wird, ändert an der Sache nichts, und ist die Bar.ijtha gewiss allgemein zu verstehen. Als Sitte der Araber 8. Luncz-mS 6668 S. 60. ’) b. Sabb. 50b: «ע#ר לבינת, ib. pnon «*נוס (Raäi bemerkt bloss dazu: סולח שופש^ין*, womit bloss «too, nicht יססין erklärt ist; 8. darüber Kohut, Aruch compUtum 4,279; R. Nathan ib. gibt eine doppelte Worterklärung für «1 ::וסם. Der Abfall von Sesam (wie Raii), 2. Trester (ג*ת) von Sesam; die Sacherklärung bleibt immer dieselbe, wie hier im Texte gegeben wurde; vgl. J. Löw, Aram. Pflanzennamen, S.378; das Wort «»נום ist persischen Ursprungs), ib. noch ע*ד «ל«לי. Weiter unten werden wir die Trester von Datteln zu erwähnen haben. ') R. Januai sandte zu Mar-Ukba: Schicke mir der Herr von jener von Mar-Samuel (bekannt auch als ärztliche Autorität) präparierten Augensalbe (pA*p, RaSi franz. *ליזי litte?, griechisch «olltlpiov colh/rium, s. mein: Gr. u. Lat Lehnwörter in Talmud, Midrasch und Targum, 2,630); da sandte dieser znrflck: Ich schicke dir wol, damit du nicht sagest ich wäre geizig; allein, [wisse), so sprach Mar-Samuel: טובה ם*ת *וגן שחרית ״ ורחיוות ידים ורגלים בתסין ערבית ם:ל קילורין שבעולםBesser ein Tropfen kalten Wassers morgens und das Waschen von Händen und Füssen in warmem Wasser abends als alle Augensalben der Welt (b. Sabb. 108 b). Derselbe Ausspruch wird ib. auch aus einer Barajtha angeführt (das Wort בחפץ fehlt hier nur