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Haḳedem · 1907-06-25 · 2 (25.6.1907) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
2 (25.6.1907)
Date
1907-06-25
Page
Seite 68 (sequence 26)
Language
German, Hebrew
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68 ^Abraham Sarsowsky genannt1). In der Parallelstelle im palästinensischen Talmud ('Aboda Zara 1, Hai. 2) heissen die ersten drei Feste: .(2מחירי ,בגיני ,כמותה Stellen wir nun die LA des babyl. Talmuds der des palästinensischen gegenüber, sehen wir zunächst, dass statt בחנוני vielmehr mit dem Jeruschalmi כנוני gelesen werden muss. Sodann ist ferner zu merken, dass statt סוהרנקי (mit ה) auch die LA מוחרנקי (mit n) möglich ist. Übertragen wir nun die ersten zwei Namen ins Babylonische, erhalten wir: Muf}ttr-(a)n-1ci (das ק in der talmudischen Wiedergabe ist ja nicht auffällig) und Kanüni. Den zweiten Bestandteil des Namens Muhur-(a,)n-ki haben wir wohl als Ideogr. aufzufassen und wir erhalten nach Auflösung desselben den Namen ״Mubur-Sami-Wirfiti“, also wohl ein assyrisch-babylonischer Monatsname, etwa dem ״mufyurilaniu IV R. 45. z. 45 gleich3). Mit Kanüni hingegen ist sicher der assyrisch-babylonische Monatsname Kanün4) gemeint, was schon Levy (NÜWb. II. 349) richtig mit Syr. כגון zusammenstellt5). Was nun den Festnamen אקניתא betrifft, so scheint es m. E. eine vulgäre Wiedergabe des babylonischen Akitu, Neujahrsfest, zu sein6). Als Beleg hiefür kann eben die LA ') Der Kommentator R. Ijananöl hat z. St. die LA. טהדקי ואקניתאי כנוני ועיטר י באדר, also anstatt בחנוני richtig — ■בנוני י) Der Wortlaut dieser Stelle im Jeruschalmi ist wie folgt: :ר' בא בשס רב [אוסר] שלשה וטנים [חגים) בבבל ושלשה וטנים במדי. שלשה בבבל סהודי וכנוני ובגוותה. שלשה בסדי: נוסרדי ותריי^קי וטהירקנה. Wogegen der babyl. Talmud folgendes hat:?ד#ר0א• טאי? — סוטרדי וסוריסקי טוהרנקי וםוהרין. הני דכרסאי ודדוסאי, דבבלאי סאי טוהרנקי ואקניהיה בחנוני ועשר בארד.— *) Vielleicht gehört hierzu auch der nabatäische Monatsname טהיר, den Lidzbarski Handbuch d. Nords. Epigr. p. 412 für ägyptisch hält. Vgl. darQber meinen Aufsatz, die kanaanäiBchen Monatsnamen in ihrer Beziehung zu den babylonischen (Festschrift zum 70jährigen Geburtstage Dr. Harkavy's iu hebräischer Sprache). 4) Bekanntlich ist kanän der ältere Name für den späteren MarjjeSwan. Ober den Monatsnamen ״Kinunu“ vgl. King, Letters and inscriptions of Ijammurabi yol. III. p. XXXVI Anm. und die dort angeführte Literatur. *) Levy a. a. 0. identifiziert כנוני und כנווחה ganz willkürlich mit den heidnischen Festen Calendae (8 Tage nach der Winterwende) und Satnrnalia (8 Tage vor der Winterwende) nach ‘Aboda zara 8a. Wie schon oben erwähnt worden, ist כנוני babyl. Kanün, also etwa Oktober. •) Ein parasitisches נ nach dem emphatischen p findet sich auch Hiob 18, 2.

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