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Haḳedem · 1907-06-25 · 2 (25.6.1907) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
2 (25.6.1907)
Date
1907-06-25
Page
Seite 51 (sequence 9)
Language
German, Hebrew
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Zwei biblische Pflanzennamen. 51 Talmud (Menachoth 70* *) hat für kuss’min die Erklärung gulbä, גרלבא, Vas der syrisch-arabischen Glosse Bar Bahlüls Ujoä kunnatha gulb ‘)1 entspricht. Hierfür schreibt ein syr. Lexikograph (Gabriel ibu Bochtjeschu) gilbän, was auch Abulwalid als den Namen des kuss’min in Iräk anführt. Das talmudische gulbä ist offenbar identisch mit dem kulba 10*־» der nnabatäi8chen Landwirtschaft“ bei Ibn Awwäm 2), ״eine weizenähnliche Getreideart“ oder wie Meyer übersetzt: eine Getreideart ähnlich dem Spelt. Die 8ama1׳itanische Bibelübersetzung hat Ex. 9SS : kotnihäthä קטניהתה, Hülsenfrüchte, doch wird dies angesichts des Targum nur missverstandenes kunnatha sein. Auch bei Syrern wurde dies seltner vorkommende Wort für kitnijja jujJai Hülsenfrucht gehalten z. B. Cardahi 584. Durch die Ähnlichkeit des Wortes verleitet, hat Saadja kussemet durch kirsanna Wicke wiedergegeben, das Abulwalid auch aufnimmt und selbst Gesenius, Thesaurus 702 und Siegfried-Stade sv noch haben. Ibn Bai*am bemerkt aber, kirsanna bedeute hier nicht wie bei uns Wicke, denn Kussemet gehöre zu den in der Mitte gespaltenen Getreidekörnern: ÜyjLiJf (REJ XXI1 58). Maimuni (gest. 1205) bei seinem Sohne Abraham Maimüni und Tanchum 17 n. (Bacher): kussemet ist eine Weizenart, in medizinischen Schriften erwähnt, an Wert zwischen Weizen und Gerste. Arabisch ‘alas: Dies Wort Ibn Baitär zu &a. Meninsky: tritici genus bicoccon, quäle in Arabia nascitur3). Man hat also in Ägypten im 13. Jh. kussemet für Triticum dicoccum Schrk, Emmer, gehalten, also in voller Ubereinstimmung mit der auf die Gräberfunde gegründeten Identifikation Körnicke’s. *Alas heisst, wie ich oben im Namen Körnicke’s mitteilte, in Arabien auch heute noch Emmer. walid dem syr.-arab. Dialekte an. Vgl. Briefe Maimüni’s 1 63b Lichtenberg. , Dozy II 493 führt es aas Abalwalid an, missversteht aber diesen; und gibt daher irrig ers, vesce noire, was kursenna ist. *) Qulb, sprich: dscliulb, hat Cohen de Lara bei Gesen. Thesaurus 702. ’) Dozy II 482 espöce d’orge, gymnocrithon aus Ibn Awwftm. Meyer Gesch. d. Bot. III 84. *) Siehe die Bemerkung über ‘alas am Sohlusse des Artikels.

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