Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 1 (25.3.1907)
- Date
- 1907-03-25
- Page
- Seite 24 (sequence 28)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4869944-6026858-6026908--0045-4869981- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
24 A. Sarsowski. bezw. hemmend wirkende Stein, ein ״aban alädi“ (Idegr. TAK. <hbi und ״aban la alädi“ (Idegr. TAK. NU. Ü. TU.) d. i. der die Geburt herbeiführend bezw. hemmend wirkende Stein erwähnt. Nun muss die Anwendung und Wirkung dieser Steine, wie sonst bei andern Zaubermitteln, auf Anweisung einer Zauberkundigen Geburtshelferin geschehen. Auf solche Weise kann die unkundige Schwangere durch Benutzung eines £aban ere“l) oder ״aban la erä“ sich vor einer Fehlgeburt schützen bezw. sie sich zuziehen und ebenso kann die Gebärende auf Anweisung der Geburtshelferin durch einen ״aban alädi“ oder ״aban la alädi“ die Geburt fördern (wohl auch erleichtern) bezw. hemmen (d. h. töten im Mutterleibe). )£8 ist demnach höchst wahrscheinlich, dass vor allem die Geburtshelferin (ז=?דלייתmu’allidtu, KAT3, p. 423, Anm. 7) selbst dieser Steine zu magischen Zwecken sich bediente. So trägt auch die Istar als personifizierte Geburtshelferin den Geburtstein-Gürtel (sibbu aban alädi CT. XV pl. 46, K. 162, Obv.). Die magische Inspiration der Geburtshelferin könnte vielleicht auch auf die Geschlechtsbe8timmung vor der Geburt sich ausdehnen. Jedenfalls ist aber die Geburtshelferin der babylonischen Anschauung nach imstande gewesen, die Geburt durch einen ״aban la alädi“ zu hemmen, d. h. das Kind im Mutterleibe zu töten. Zur Tötung der Knaben im Mutterleibe durch einen ״nbnn la alädi“ könnten auch die jüdischen Geburtshelferinnen von dem Pharao aufgefordert werden2). Dieser Berichterstatter kennt also die babylonische Vorstellung von den magischen ״Geburtsteinen“. ') Dem ״aban erö“ entspricht allem Anscheine nach (1er in B&bli Sabbath 66 b erwähnte אבן תקומח! welcher die Schwangere vor dem Abor-. tieren schützt. Vgl. hierzu Blau, das altjüdische Zauberwesen, Budapest 1898. — Charakteristisch ist die ideographische Schreibung des ״aban erd“ *ז ח ח• also lib mit eingefügtem a: liblibbu, oder lib + apli (Opposition zu lib iäSati weibliche Scham)? Dasselbe Zeichen ist auch Ideogr. für bifsüru!weibliche Scham) in ״aban bi;;ür imßri“ II It. 37, 60 g: Vgl. Brünnow, Classified list. II, p. 336. No. 8098. *) Im Leben der antiken Volker spielten gewisse Steine und Pflanzen eine grosse magische Bolle. So finden wir in der Pflanzenliste K. 4429 -f- 8818 (= CT. XIV pl. 26) gleich den magischen ״Schwanger- und Geburtssteinen“ auch ״Schwanger- und Geburtspflanzon“, nämlich ein ״Sam erO“ uud ״Sam la er£u, d. i. eine die Schwangerschaft herbeiführend