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Haḳedem · 1907-03-25 · 1 (25.3.1907) · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
1 (25.3.1907)
Date
1907-03-25
Page
Seite 22 (sequence 26)
Language
German, Hebrew
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f Ludwig Blau. Gott zuliess. Da33 diese reservatio mentalis nicht in der Absicht der zwei Weihenden gelegen habe, sieht man auch daraus,, dass sie sich ausdrücklich Juden nennen, was eben besagen will, dass sie nicht zu den Verehrern des Pan gehören. Wäre die Weihinschrift nicht an einem heidnischen Orte angebracht geworden, hätten die Weihenden ihre Nationalität auch verschweigen können. Inschriften auf neutralem Boden, ob sie nun griechisch oder palmyrenisch oder in anderen Sprachen abgefasst sind, können ganz gut von Juden herrühren, ^auch wenn sie sich nicht ausdrücklich als solche ausweisen. Man sollte diese Möglichkeit stets im Auge behalten. ״In der Kirche der Apostel zu Madaba waren auch offenbar reiche Mosaiken verwendet. Um ein Medaillon, das eine Frauenbüste 0ALACCA, die sich aus Wogen erhebt, die von Fischen bevölkert sind, zeigt, läuft folgende Inschrift K[VPI]E 0EOC O nOIHCAC TON OVPANON KAI THN l־HN AOC ZOOHN ANA- CTACItO KAI 0COMA KAI ©EOAUIPA K EAAAMANIOV tI׳H<t>U)OIC. Hier wäre also vermutlich der Künstler Salamamios genannt“ 1). Das Bild mag antike2) und christliche (Fische tx&vg) Elemente zeigen, die Inschrift selbst, die Gott als den Schöpfer von Himmel und Erde bezeichnet5) und ihn nur xvQiog (=!יהוד in LXX) nennt, ist aus der altjüdischen Zeit übernommen, sowie die Angabe des Zweckes ״gib Leben“. Diese Inschrift kann also den in No. 2 behandelten beigezählt werden. Die alten Formeln führten ein zähes Leben. (Fortsetzung folgt). -. fr ') Jacoby A., Dag geographische Mosaik von Madaba, Leipzig 1905 (Studien über christliche Denkmäler. Herausgegeben von Johannes Ficker, 3. Heft), Seito 24, wo auf Revue bibl. 1902, 599 verwiesen wird. *) Dieses Bild stellt m. E. die Tiarnat!Urwasser als weibliches Chaos) dar. Aus. frakaooa stammt geradezu bei berossus in dem Schöpfung»- bericht (vgl. Euseb. Chr. ed. Schöne 14—18) Gakaid fiir Tiarnat. Demgegenüber charakterisiert die Inschrift das Urprinzip nach der jüdischeu Kosmologie (A. Sar80w8ky|. ’) Die Bleitafel von Hudrumetum (Deissman, Bibelstudien 21 ff.; Blau, Altjüd. Zauberwesen 97), die eine aus rein jüdischen Elementen zusammengesetzte Beschwörungsformel enthält, nennt Zeilo 10 den Uott, der den. Himmel und das Meer geschaffen.

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