Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 1 (25.3.1907)
- Date
- 1907-03-25
- Page
- Seite 20 (sequence 24)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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20 Ludwig Blau. Beispielen, die Lidzbarski NE 153 anführt, nicht ותירא lesen?" An derselben Stelle eriunert L. für רחמנא an das assyr. remenu; doch glaube ich meine obige Annahme aufrecht halten zu dürfen, denn die Juden standen den Palmyrenern näher als die Assyrer. 3. Zu den Memorialinschriften. ״Semitische Inschriften dieser Art linden sich namentlich im nabatäischen Sprachgebiete, besonders an den Bergabhängen der Sinaihalbinsel und in Ägypten, wo die Sprache phönizisch und aramäisch ist“. ״In den nabatäischen und sinaitischen Graffiti sind die Namen gewöhnlich von einer Gruss- oder, wie in den ägyptisch-aramäischen, von einer Segensformel begleitet, oder es wird der Wunsch ausgesprochen, dass des Verfassers gedacht werde. Die Formeln, sind von überraschender Mannigfaltigkeit“ (NE 165 f.). Z. B. 1. רכיר פ׳ בטב ובריך .2 .דביר פ׳ בטב. Zu 1 bietet eine Parallele Sabbat 13 b: 1זכור אוהד האיש לטוב); zu 2 j. Berach. 13c 24: 1•'ברוך בעל הבית זבור בעל הבית לטובה). Zu לפ) שלם [nabntüischer Gott] 1־ברון פ׳ מן קדם דושרא (NE 167) und zu 3דבירין א בלה־ן בטב) darf an זברה אלהי לטוביה (^ehemia 6,14), זברה להם אלהי (ebenda 13,29), זכרה לי אלהי לטובה (ebd. 5,19; 13,31; cf. 13,22) erinnert werden. Eine Memorialinschrift Nehemias in seinen Memoiren. 4. Eine äussere Eigentümlichkeit der palmyrenischen Inschriften. Lidzbarski schreibt in der Deutschen Literaturzeitung Jg. 1905, Spalte 1561: ״Die palmyrenischen Steinmetzen vermieden es, die Worte an den Zeilenenden zu brechen“. Ebenda Sp. 1563: ״Die Inschrift hat, was bei palmyrenischen Texten recht selten ist, Spatien als Worttrenner“. Beide Schreiberregeln waren bei den Juden gesetzlich festgeleget4). Es ist nicht unmöglich, dass die Worttrennung durch Spatien gegen die alte Gewohnheit, die die Worte entweder überhaupt nicht berück- ') Es bezieht sich auf den damals schon laugst verstorbenen Chananja I). Chizkija ben Garon, der durch seine Erklärungen das Buch Ezechiel vor der Ausschliessung aus dem Kanon bewahrt hat (Kab nach 200). ’) So spricht der dankbare Gast (Anf. des 2. Jahrhunderts). י) Schluss einer Altarinschrift, die ״obgleich in Palmyra gefunden, und palmyrenisch abgefasst, doch ihrem Charakter nach, der Nationalität des Stifters entsprechend, nabatllisch“ ist (Ephemeris 1 346). 4) Studien zum althebrUischen Buchwesen 117f.